Tulpenzwiebeln mit EM behandeln

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Wer liebt sie nicht die Tulpenmeere, Farbkleckse die wir gerade im Frühjahr aufsaugen, als hätten wir den Winter über ohne Farbe verbracht?
Manche Züchtungen sind sehr standhaft und können im Boden bleiben. Sie werden nach der Blüte zurück geschnitten und können vor Ort einziehen. Es gibt aber auch Züchtungen, die im Laufe der Zeit an Kraft verlieren oder sie verwildern und kommen in den nächsten Jahren mit kleineren (aber evtl. mehreren) Blüten aus der Erde. Deshalb werden jedes Jahr neue frische Tulpenzwiebeln gekauft.
Andere Tulpenliebhaber wollen jedes Jahr ein neues farbenreiches Tulpenensemble kreieren und entfernen die Tulpen nach der Blütezeit.

Warum sollten Zwiebeln behandelt werden

  • Alle Zwiebeln, also auch Narzissen, Krokus, Muscari, Lilien und Co. neigen zum Schimmelbefall. Damit ein Befall verhindert wird, ist eine EM-Beizung sehr sinnvoll.
  • Viele Zwiebeln werden auch vom Hersteller gebeizt. Damit solche chemischen „Anhaftungen“ schnellst- und bestmöglich abgebaut werden ist eine EM-Behandlung sehr gut. Wissen wir doch, dass die Mikrobenmischung bestens geeignet ist, Giftstoffe ab- und umzubauen.
  • Effektive Mikroorganismen aktiveren das Bodenleben und mit ihm verschiedene Stoffwechselvorgänge. Sie wirken wie ein Katalysator im Boden und geben der Zwiebel ein Wohlfühlklima mit für ihr neues Zuhause.

Zwiebeln mit EM behandeln
Direkt vor dem Pflanzen werden die Zwiebeln mit einer EM-aktiv-Lösung (ca. 100 ml auf 5 L Wasser) besprüht oder getaucht. Zusätzlich bestäubt man die Zwiebeln dann noch mit RoPro-13/20 oder EM-Keramikpulver. Das stärkt die Keimfähigkeit und verhindert, dass sich Pilze auf den Zwiebeln ausbreiten.

Tulpen für den nächste Blütezeit aufbewahren
Werden die verblühten Zwiebeln ausgegraben sollten die Tulpen zum Einziehen auf ca. 2 Blätter zurück geschnitten werden. Die ausgebreiteten Zwiebeln werden zum Schutz vor Fäulnis mit einer EM-Lösung angesprüht und vor Regen geschützt.
Wenn sie eingetrocknet sind, entfernt man Stängel und angesetzte Brutzwiebeln. Außerdem sollten die Zwiebeln noch nach Pilzbefall untersucht und aussortiert werden. Die Zwiebeln werden mit EM-Keramikpulver oder RoPro-13/20 eingestäubt gelagert. Das reduziert eine mögliche Verpilzung und stärkt die Zwiebeln während der Lagerzeit.

Zwiebeln auf dem Beet mit EM behandeln
Hat man größere Flächen zu bepflanzen kann die Tulpenbehandlung auch nach dem Auslegen erfolgen.
Zuerst werden die Beete vorbereitet. Was über den Winter über stehen bleiben darf, dient Insekten als Überwinterungsquartier und zaubert ein bizarres Winterbild. Damit die Pflanzung der vielen Zwiebeln leicht von der Hand geht sind „Beikräuter“ am besten zu entfernen und die Erde wird mit vorhandenen Werkzeug z.B. mit dem Sauzahn gelockert und angerecht.

Jetzt werden die Zwiebeln ausgelegt. (Sinnvoll ist es, wenn man sich vorher schon einen Plan zurecht gelegt hat, wie sich das Farbenspiel zusammensetzen soll.)
Die Zwiebeln sprüht man nun mit einer EM-aktiv Lösung an und streut RoPro 13/20 darüber. Auch Gesteinsmehl ist möglich.

Evtl. wird noch mit großflächig mit Hornmehl oder Schwarzes Gold gedüngt.  Düngen im Herbst hat den Vorteil, dass organischer Dünger wegen der warmen Bodentemperatur noch länger vom Bodenleben umgesetzt wird. Auch die Zwiebeln haben einen gewissen Nährstoffbedarf. (Im Frühjahr dauert es länger bis die Bodentemperatur wieder steigt. Allerdings macht es keinen Sinn zu düngen, wenn das Pflanzbeet vollkommen leer ist.)
Gepflanzt wird wenigstens doppelt so tief, wie die Zwiebel hoch ist. Das ist eine Faustregel und gilt für alle Zwiebelgewächse.

Den besten Abschluss bildet nun eine Mulchschicht aus Rasen- oder Staudenbokashi.

… und dann bleibt es abzuwarten, welches Farbenspiel im nächsten Frühjahr in Erscheinung tritt.

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