Küchenbokashi leicht gemacht

Bokashi-Eimer
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Bokashi aus Küchenabfällen zu produzieren hat Suchtpotential

Seit über einem Jahrzehnt fermentiere ich aus den anfallenden Küchenabfällen Bokashi für den Garten.
Ich freue mich, wenn ich mit meinen Informationen den einen oder anderen Bokashi-Anfänger helfen oder neue Bokashi-Fans gewinnen kann.

Gereiftes Bokashie

Die Vorteile der Fermentation sind:

  • ein kleiner Kreislauf wird geschlossen
  • durch den Organik Eintrag in den Boden wird Humus aufgebaut
  • Bokashigaben lockern den Boden innerhalb weniger Monate
  • Bokashi fördert die Population des Bodenlebens
  • beim Fermentieren entstehen keine hohe Temperaturen (wie beim Kompost), dadurch auch kein Energieverlust
  • beim Fermentieren entstehen Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und Antioxidantien (wie bei der Sauerkraut-Herstellung)
  • Schnelle Bereitstellung von Nährstoffen für die Pflanzen
Bokashi-Eimer_grau_grün
Bokashi-Eimer
Restekönig_17
Organiko-Eimer, hier Restekönig-Einsteiger Set

 

 

 

 

Für das Fermentieren der Küchenabfälle werden sogenannte Bokashi-Eimer oder auch Organiko-Eimer angeboten. Diese verfügen über ein herausnehmbares Sieb am Boden des Eimers und einen Auslaufhahn, über den der Bokashi-Saft abgelassen wird. Außerdem werden die Eimer mit einem luftdicht verschließbaren Deckel verschlossen.
Für den Bokashi-Einsteiger gibt es das Restekönig – Einsteigerpaket. Hier kann man sofort los starten und das natürlich zum günstigen Set-Preis.

BokashifbesprühenjpgBokashifüllen

Herstellungsverfahren
Man gibt die zerkleinerten Küchenabfälle in den Eimer. Hier gilt: je kleiner die Küchenabfälle geschnitten werden, umso schneller ist die Organik fermentiert. Außerdem erleichtert es das Ausbringen der fertig gereiften Organik.  Anschließend sprüht man einige Hübe EM (EM-blond oder EM-aktiv ) pur über die Küchenabfälle. Unverdünnt kann das EM monatelang in der Sprühflasche verweilen, ohne dass es umkippt.
Anschließend eine kleine Hand RoPro-Streu oder Trockenbokashi darüber streuen. Die Abfälle werden gut angedrückt und mit dem Deckel luftdicht verschlossen. Dieses Prozedere wird solange wiederholt bis der Eimer voll ist.

Hier eine kleine Videoanleitung für die Herstellung von Küchenbokashi:

In den Bokashi-Eimer können Küchenabfälle jeder Art (Gemüse, Gekochtes, wie Nudeln, Reis, Brot, Salatsauce, Milchprodukte, Zitrus-Schalen, kleine Fleischabfälle, …) fermentiert werden. Alles, was in der Küche an Abfällen anfällt kann in den Eimer gegeben werden.
Was jedoch vom Bodenleben nicht verwertet wird (z.B. Knochen oder harte Kerne,…), oder weil es schlicht weg einfach wirklich Abfall ist, (z.B. stark verschimmeltes Brot, Gemüse oder Obst, Fett von der Fritteuse,…) kommt nicht in den Eimer. Überlegen Sie, was Sie in den Eimer und letztlich in Ihren Garten geben und zumuten wollen.

Entfernen sollte man Aufkleber, die vor allem auf Früchten aufgeklebt sind. Bei Fleischabfällen sollte man überlegen ob sich evtl. Ratten, Füchse, und Co. von dem eingegrabenen Bokashi bedienen.

Gespritztes Obst
Immer wieder kommt die Frage, ob gespritzte Schalen von Obst in den Bokashi-Eimer dürfen oder nicht.
In der EM-Szene ist bekannt, dass EM viele giftige oder gefährliche Stoffe verstoffwechseln und abbauen können. Jeder entscheidet für sich, ob er solche Problem-Abfälle fermentiert oder nicht, sie kauft oder darauf verzichtet…
Gespritzte Abfalle werden mit einer extra Portion EM besprüht. Geben Sie diesem Bokashi auch reichlich Reifezeit.

Feuchtigkeit des Bokashis
Den Feuchtigkeitsgrad von Bokashi können Sie mit mehr oder weniger EM oder RoPro-Streu (od. Trockenbokashi) regulieren. Hat man sehr viel wasserhaltige Küchen-Abfälle empfiehlt es sich, mit etwas mehr RoPro-Streu oder Trockenbokashi entgegen zu wirken. Dementsprechend entsteht auch mehr oder weniger Bokashi-Saft.

Pflanzenkohle für Terra-Preta (Schwarze Erde)
Idealerweise nutzt man neben EM  zusätzlich Pflanzenkohle als Fermentationshilfe. Mit Hilfe der Mikroben werden die Nährstoffe in die Kohle (RoPro-Streu) gebunden und werden auch bei Dauerregen nicht ausgewaschen. Erst wenn die Pflanze Nährstoffbedarf hat wurzelt sie mithilfe der Haarwurzeln in die Kohlestruktur und bedienen sich am Nährstoff-Reservoir. Außerdem bindet die Kohle Gerüche und  Feuchtigkeit. Mit der Zeit etabliert man im Garten eine dauerhaft fruchtbare Schwarzerde – die sogenannte Terra Preta.

Bokashi-Saft- ein Heilsaft für Pflanzen
Über den Auslaufhahn wird nach einigen Tagen der Bokashi-Saft abgelassen. Ihn verwendet man verdünnt zum Gießen. Man verdünnt den Bokashi-Saft ca. 30-50 ml /10 L Wasser. Bei der Fermentation entstehen neben Nährstoffen auch wertvolle Antioxidantien, Vitamine und Enzyme. Der Saft ist wie ein Flüssig-Dünger einzuordnen, wobei der Nährstoffgehalt vom Eimerinhalt abhängt. Der Bokashi-Saft ergänzt mit seiner Qualität die Pflanzenernährung. Besonders kränkelnde Pflanzen profitieren durch Bokashi und Bokashi-Saft. Regelmäßig gegossen blühen z.B. Balkonblumen noch üppiger.
Vorsicht bei Neupflanzungen. Hier sehr sparsam mit Bokashi-Saft düngen. Etwas mehr konzentriert können dickblättrige Pflanzen, wie Buchs, Rosen, Kirschlorbeer und Obstbäume mit Bokashi-Saft gegossen werden.
Wer nicht gleich Verwendung hat, der kann den Bokashi-Saft in Schraubgläser (bis an den Rand gefüllt) einige Monate lang lagern. Ansonsten ist der Bokashi-Saft pur auch ein hervorragender Abflußreiniger.

Schimmel
Bitte geben Sie keine verfaulten oder stark verschimmelten Speisereste in den Eimer. Wenn Früchte oder Brot leichte faulige Stellen haben wird einfach etwas mehr EM darauf gesprüht.

Bokashi im Bokashi_Eimer
Bokashi fertig gereift

Reifezeit
Das Bokashi ist bei Zimmertemperatur nach ca. 14 Tage Reifezeit fertig, riecht leicht säuerlich und kann einen weißlichen Belag auf der Oberfläche aufweisen. Je länger Sie brauchen um den Eimer zu füllen, umso kürzer die Fermentationszeit. Wenn das Bokashi im Frost steht fermentiert es natürlich nicht. Sobald es aber wieder etwas wärmer wird, beginnen die Mikroben wieder mit der Umsetzung.

Ausbringen von Küchen-Bokashi
Nach der Reifezeit kann zu allen frostfreien Zeiten das Bokashi in den Pflanzbeeten eingegraben werden. Dazu kleine Gräben ziehen (ca. 10 cm), mit Bokashi einfüllen, und mit Erde zudecken. Anschließend wird mit EM-aktiv 1: 200 (50ml auf 10l Wasser) kräftig gegossen. Mit dem Anpflanzen oder Säen ca. 2 Wochen warten. Das Bokashi ist in wenigen Wochen von den Bodenlebewesen völlig umgesetzt. Wer schon länger mit Küchenbokashi arbeitet, der weiß, dass sich der Gartenboden innerhalb weniger Monate zu einer duftig, krümeligen Gartenerde entwickeln kann. Wöchentlich mit EM-aktiv gießen und eine zusätzliche Mulchschicht unterstützen das Bodenleben enorm. Partnerschaftliche Zusammenarbeit lohnt sich!

Bokashi_in_Beet_eingraben
Bokashi in Gräben füllen
Schafwolle_in_Beet_eingraben
Bokashi kombiniert mit in EM-aktiv Lösung getauchte Schafwolle

 

 

 

 

 

 

Wie oft kann Bokashi an der gleichen Stelle eingearbeitet  werden?
Wenn das ganze Jahr über Mittel- bis Starkzehrer auf dem Beet wachsen kann Bokashi 2-3 Mal ausgebracht werden. Zusätzlich kann auf den gleichen Flächen mit Rasenschnitt gemulcht werden.

Bokashi als Dünger in Blumenkästen und -Töpfen
Auch die Erde für Blumenkästen oder Kübelpflanzen lässt sich hervorragend mit Küchenbokashi aufwerten. Zuerst 1/3 des Kübels mit Erde füllen, dann 1/3 Küchen-Bokashi und schließlich mit Erde voll füllen. Mit einer EM-aktiv Verdünnung angießen und ca. 2 Wochen mit dem Bepflanzen warten. Die Mikrobiologie setzt das Bokashi langsam um. Wertvolle Nährstoffe und Enzyme werden für die Pflanzen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich kann zum Küchen-Bokashi auch ungewaschene, in EM-aktiv Lösung getauchte Schafwolle gegeben werden. Sie liefert langfristig  Mineralien und Nährstoffe, die nach und nach aus der Schafwolle gelöst werden. Ausprobieren bei Tomaten, Rosen, Gurken, Kübelpflanzen,…. lohnt sich!

Wenn Sie keine Möglichkeit haben Küchenbokashi zu vergraben, z.B. im Winter, dann gibt es verschiedene Varianten das Bokashi zu Lagern:

  • in Müllsäcke aufbewahren: vor dem Umfüllen den Sickersaft ablaufen lassen. Das Bokashi einfüllen, Luft rausdrücken und luftdicht verschließen. Das Bokashi ist konserviert und jederzeit einsatzbereit.
  • in Tontöpfe füllen: etwas Erde in die Töpfe geben, mit Bokashi füllen und gut festdrücken. Dann vor Ort auf den Kopf stellen und in den Bestand setzen. Auf Feuchtigkeit achten. Innerhalb von 6-8 Wochen wird das Bokashi vererdet, während es bestehende Kulturen düngt.
  • vererden: Das Küchenbokashi mit Gartenerde mischen und auf einem Haufen mit Erdkontakt regengeschützt lagern, bis die Organik in Erde umgewandelt wurde oder als Rohkompost auf Beete mulchen.
  • den Komposthaufen damit impfen: entweder schichtweise Organik und fermentiertes Küchenbokashi auf den Kompost füllen oder ein Loch in den Kompost graben, das Bokashi einfüllen und anschließend mit Organik abdecken.

Bokashi machen – Spaß haben!
Die Küchenbokashi-Produzenten sind überzeugt von den vielen positiven Ergebnissen Ihres Einsatzes. In kurzer Zeit siedeln sich wieder Würmer an, die das Bokashi zu wertvollem Humus umwandeln. Die Erde ist belebt und wird locker. Wertvolle Organik gelangt ohne Energieverlust in den Boden und liefert gesundende Vital- und Nährstoffe. Küchenabfälle werden schnell und sinnvoll verwertet.

Fazit – der Einsatz von Küchenbokashi begeistert
Bokashi kann man übrigens auch mit Rasenschnitt, gehäckseltem Grüngut, geschrotetem Getreide und vieles andere mehr herstellen.
Ich freue mich über Ihre Bokashi-Erfahrungen, Fragen oder anderen Herstellungsvorschlägen.

Annerose Fischer

Eine große Auswahl von EM-Produkten finden Sie bei uns im Onlineshop.

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49 Gedanken zu „Küchenbokashi leicht gemacht“

  1. Hallo Frau Fischer,
    wir haben uns letztes Jahr zwei Eimer fürs Bokashi machen zugelegt. Aber wir verstehen nicht ganz wann der Bokashi reif ist um ihn zu vergraben. Als der eine Eimer voll war hatten wir ihn noch zwei Wochen in der Speis stehen lassen aber es hat sich nichts getan. Die Abfälle sahen noch genau so aus wie zu Anfang. Sogar die Kartoffelschalen waren noch ganz????

    Mit freundlichen Grüßen
    Anita Stückl

    1. Hallo Frau Stückl,
      Sie gehen vielleicht davon aus, dass aus der Organik nach der Fermentation Erde wird? Viele Bokashi-Anfänger denken, dass Ihr Bokashi nicht gut geworden ist oder noch nicht fertig ist, weil es nicht vererdet ist. Denken Sie einfach an Sauerkraut, dass eingemacht wurde. Es fermentiert und hat danach immer noch die gleiche Form, nur schaut es eher schal und fad aus. Beim Küchenbokashi ist es genauso. Es behält die Form bei. Eine Kartoffelschale ist auch nach der Reifezeit noch als Kartoffelschale erkennbar. Die Farbe verändert sich und die Form fällt in sich zusammen. Beim Küchenbokashi erhält man keine (Kompost) Erde. Sinn ist es, dass die Küchenabfälle in den Boden eingearbeitet werden können, ohne dass sie zu faulen beginnen. Deshalb ist auch die Fermentation notwendig. Sie ist wie eine Art Konservierung. Also nur Mut, Ihr Bokashi ist sicher gelungen.
      Das Bokashi ist nach 2-3 Wochen Reifezeit (bei Zimmertemperatur) auf jeden Fall fertig fermentiert. Meist riecht es leicht säuerlich und sehr oft bildet sich ein weißer Belag. Dass sind beides Zeichen dafür, dass es fertig gereift ist. Wenn Sie unsicher sind, dann schicken Sie ein Bild Ihres Bokashis zu uns.
      Alles Gute
      Annerose Fischer

  2. Sehr geehrte Frau Fischer,

    ich komme mit den Begriffen noch nicht klar. Ich hatte mir woanders 2 Bokashieimer besorgt und eine Tüte EM an Kleie gebunden. Damit hatte ich die Abfälle bestreut. Nun wollte ich davon nachbestellen und finde bei euch ein anderes Vorgehen. Was ist besser?

    1. Sehr geehrte Frau Holwein,
      bei EM gibt es immer viele Möglichkeiten und Wege. Jeder findet eine Art und Weise die zu ihm passt. Was besser ist kann ich nicht beurteilen. Wichtig ist, dass Sie damit zurecht kommen. Ich denke, Sie würden sich leichter tun, wenn Sie auch das EM in flüssiger Form verwenden. Das Ansprühen mit EM-blond oder EM-aktiv hat den Vorteil, dass die Küchenabfälle vollflächig mit den Mikroben benetzt werden. Sie schließen damit Fehlgährungen weitgehendst aus. Auch wir empfehlen als Fermentationshilfe neben dem EM ein fermentiertes Getreidebokashi (Trockenbokashi). In der Praxis hat man sehr unterschiedliche Küchenabfälle. Mal sind sie eher trocken, mal sind sie sehr wasserhaltig. Wenn die Küchenabfälle einen sehr hohen Wasseranteil haben, empfehle ich zusätzlich das Trockenbokashi zu verwenden. Haben Sie nur altes Brot, das fermentiert werden soll, ist es für den Fermentationsvorgang leichter und sicherer, wenn Sie es mit flüssigen EM (EM-aktiv oder EM-blond) benetzen. Wenn Sie keine Schwierigkeiten beim Bokashieren haben, können Sie natürlich bei der EM-Kleie bleiben. Wir bieten es als Trockenbokashi an. Möglich wäre auch RoPro-Streu als gleichwertige Alternative…
      Viel Freude weiterhin beim Fermentieren
      Annerose Fischer

  3. Sehr geehrte Frau Fischer,

    ich würde gerne wissen, wo ein idealer Platz für die Eimer im Freien sein kann. Ich wollte mir einen kleinen Unterstand bauen, wo ich gleich das RoPro-Streu und die Sprühflasche parat habe. Es gibt einen Platz, wo im Sommer noch morgens die Sonne hinscheint, dann aber für den Rest des Tages Schatten ist. Dort wäre auch gleich die Ackerfläche und das Gewächshaus, um den fertigen Bokashi einzuarbeiten.
    Was für Erfahrungen haben Sie? Oder sollte ich das Ganze doch in den Keller stellen und wie warm darf es dort max. sein?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung.

    Angela Ruiu

  4. Liebe Frau Ruiu,

    so wie sie den Platz für die Bokashi Eimer beschreiben, erscheint er mir doch optimal. Sie sollten nicht direkt in der Sonne stehen, so dass sie sich richtig aufheizen und sie sollten Frost frei stehen. Ansonsten sind die Ansprüche nicht sehr hoch.
    Aus eigener Erfahrung kann ich es nur befürworten, dass EM pur in der Sprühflasche und das RoPro-Streu gleich griffbereit beim Bokashi stehen. Dann wird Bokashi von allen Familienmitgliedern gerne gemacht 🙂

    Ich wünsche gutes Gelingen und verbleibe mit herzlichen Grüßen
    Claudia Crawford

  5. Sehr geehrte Frau Fischer,

    ich möchte mich bei ihnen für den interessanten, informativen und unterhaltsamen Fachvortrag bedanken.

    Sie haben mir Souverän und Fachkompetent „Bokashi im Garten“ sehr verständlich und gut nachvollziehbar nähergebracht!

    Ich freue mich auf weitere spannende EM Kurse in Haus und Garten!

    Die Eimer plus Zubehör habe ich gleich nach dem „Kaffeekranzerl“ gekauft und will anhand ihren jahrelangen praktischen Erfahrungswerten die Sie so motivierend weitergegeben haben einsteigen, mit dankbaren Grüssen

    1. Hallo,
      vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Es freut mich sehr, wenn meine Ausführungen für Sie motivierend und verständlich waren. Ich wünsche Ihnen viel Freude und gutes Gelingen bei der Bokashi-Produktion. Sollten Fragen auftauchen können wir gerne telefonieren.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  6. Guten Morgen,

    Vorgestern hat mich Ihr Mann durch seinen Vortrag in Haslach wieder neu mit EM-Fieber infiziert!
    Ihre Produkte riechen viel besser als das EM, was ich bisher hatte….
    Nun habe ich natürlich 1000 Fragen.
    Ich fange mal mit dem Bokashi an.
    Ich fülle den Eimer Stück für Stück. Nach wieviel cm Abfall muss wieder Trockenbokashi drauf?
    Beginnt die Reifezeit, wenn der Eimer voll ist?
    Wielange ist Bokashi haltbar?
    Viele Grüße aus dem Schwarzwald

    Hilke Eilers

    1. Hallo Frau Eilers,
      schön, dass Sie von den EM so begeistern sind. Beim Küchenbokashi, wie bei jedem anderem Bokashi funktioniert die Fermentation am besten, wenn die Organik gleichmäßig mit EM benetzt ist. Sie füllen ca. 4-5 cm Küchenabfälle locker ein und sprühen dann ein paar Pumpsprüher EM und ebenfalls Trockenbokashi oder auch RoPro-Streu (aktivierte Pflanzenkohle) darüber. Die Reifezeit von ca. 14 Tage ist von der Umgebungstemperatur und von der Befüllzeit abhängig. Würden Sie den Eimer in einem Vorgang füllen, beträgt die Reifezeit bei Zimmertemperatur ca. 14 Tage. Wenn Sie aber z.B. schon 3 Wochen für das Befüllen benötigen, dann fermentieren die ersten Küchenabfälle bereits im unteren Teil des Eimers. Die letzten Einfüllmengen brauchen dann nicht noch weitere 14 Tage Reifezeit. Wenn Sie sich aber unsicher sind, dann warten Sie einfach die 2 Wochen Reifezeit ab, bevor Sie das Bokashi weiter verwenden.
      Das Küchen-Bokashi ist einige Monate haltbar. Mit der Zeit kann sich dann aber eine bis zu 1 cm dicke Hefeschicht auf dem Bokashi entwickeln. Außerdem zersetzen die Mikroben die Organik im Laufe der Zeit, was sich in der Reduzierung der Organik bemerkbar macht. Das Bokashi können Sie trotzdem verwenden.
      Weiterhin viel Freude damit. Und wenn noch Fragen offen sind, dann melden Sie sich bitte.
      Annerose Fischer

  7. Hallo Frau Fischer,
    ich habe im letzten Herbst mit der Herstellung von Küchen-Bokashi begonnen. Da wir keinen Nutzgarten haben, wurde das Bokashi in Tontöpfe befüllt und neben die Sträucher platziert. Da es nach dem Winter wohl zu kalt war, ist in den Töpfen nichts passiert, bis auf dass sich weißer Schimmel gebildet hat. Ich habe im Frühjahr ein Stück Rasen umgegraben, um es zu bepflanzen. In dieses Beet habe ich den Inhalt der Tontöpfe eingearbeitet. Weiter fleißig Küchen-Bokashi produziert und nun die nächsten Töpfe in den Garten platziert. Leider hat sich nun nach mehreren Wochen nicht wirklich etwas getan. Beim Graben im Beet kommen Eierschalen und Erdnussschalen zum Vorschein, in den Tontöpfen sieht alles aus wie zu Beginn (Anfang März). Haben Sie eine Idee, was ich falsch gemacht habe? Für das Gießen verwende ich EM Blond (verwende EM auch im Haushalt). Muss ich EM aktiv gießen? Dass in die Tontöpfe erst Erde rein muss, habe ich vorhin entdeckt. Könnte das eine Ursache sein? Der nächste Bokashi-Eimer ist voll. Ich fände es schrecklich, den Inhalt in den Biomüll entsorgen zu müssen.
    Herzliche Grüße und vielen Dank!

    1. Hallo Frau Wieber,
      Danke, dass Sie fragen und nicht einfach aufgeben. Es kann schon mal vorkommen, dass sich ein weißer Schimmel oder Belag bildet. In der Regel sind dies Hefen, die sich beim Küchenbokashi häufig bilden. Wenn Ihr Bokashi in den Töpfen nicht vollkommen vererdet ist das nicht weiter schlimm. Es hängt auch davon ab, was Sie fermentiert haben. In den Töpfen fällt es besser auf, als wenn es in der Erde vergraben ist. Die fermentierte Organik wird nicht gleichmäßig verarbeitet. Klar ist, dass Eierschalen und Erdnussschalen wesentlich länger sichtbar sind als ein Salatblatt. Das braucht Sie nicht zu beunruhigen.
      Das EM-blond ist zum Gießen genauso geeignet wie das EM-aktiv. Die Erde in den Tontöpfen gebe ich deshalb hinein, damit das Küchenbokashi abgedeckt ist, also über das Topfloch nicht direkt mit der Luft in Kontakt kommt. Die Töpfe sollten nicht zu lange trocken stehen. Je nach Umgebungstemperatur wird das Küchenbokashi nach 4-6 Wochen umgearbeitet oder auch vererdet sein. Wenn Sie den Topf wegnehmen, kann auch hier noch Organik zum Vorschein kommen. Diese Reste verteilen Sie oberflächlich um die Pflanzen und werden dann nach und nach vollkommen verschwinden.
      Wenn Ihnen zu viele Tontöpfe herumstehen, dann könnten Sie auch einen Vererdungshaufen anlegen. Dazu mischen Sie das fertige Küchenbokashi mit Erde und lagern das Material auf dem Mutterboden und decken ihn mit einem Vlies ab. Immer, wenn Sie reifes Bokashi haben mischen Sie es unter den Haufen, streuen etwas Gesteinsmehl darüber und gießen mit einer EM-aktiv Lösung an. Bei Bedarf etwas frische Erde dazu geben. Dieser Vererdungsprozess dauert wenige Wochen und kann dann als Rohkompost gemulcht werden.
      Weiterhin viel Freude mit Ihrem Garten
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  8. Hallo,
    Vielen Dank für den aufschlussreichen Beitrag. Ich habe noch eine Frage. Ich habe nur eine Dachterrasse und muss das fertige bokashi vererden. Dazu nutze ich einen Kübel mit Deckel. Funktioniert das? Sollte der bokasi beim vererden auch luftdicht verschlossen sein? Wie viel Erde muss dazu?
    Ich hoffe, Sie können mir helfen. Auf der normalen Terrasse in einer anderen Wohnung hat es super funktioniert, aber da kamen auch von selbst Regenwürmer in die Kübel. Das geht ja jetzt auf der Dachterrasse nicht. Und mein aktueller Versuch ist gnadenlos gescheitert. Es sind Maden drin, wahrscheinlich weil ich zum lüften an einem schönen Tag den Deckel offen hatte. Ich möchte ungern aufgeben.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Tanja

    1. Hallo Tanja, ich bin von Ihrem Vorhaben wirklich beeindruckt. Ich höre sehr oft, dass der Garten so klein ist, dass sich das Fermentieren von Küchenabfällen deshalb nicht rentiert.
      Für das Vererden sind die Regenwürmer sehr nützlich und fast unentbehrlich. In der Regel sollten Wurmeier in einer Gartenerde vorhanden sein. Ansonsten von einem funktionieren Kompost einige Gabeln voll entnehmen und damit den Vererdungsbehälter befüllen. (Es gibt auch Kompostwürmer, die man kaufen kann.) Das Material soll nicht austrocknen, aber natürlich auch nicht im Wasser stehen. Ob ein Eimer jetzt geeignet ist, muss ich deshalb etwas in Frage stellen. Ich würde eine Holzkiste empfehlen, die Sie locker abdecken. Der Vererdungsprozess erfolgt mit Luft. Die Maden deuten eher darauf hin, dass etwas gefault hat. Regelmäßig mit EM-aktiv gießen, sollte dieses Problem lösen. Als Mischungsverhältnis würde ich ca. 2-3 mal so viel Erde wie Bokashi empfehlen. Das hängt aber auch davon ab, ob Sie eine gute lebendige Erde haben, oder mit gedämpfter Erde vorlieb nehmen müssen. Den Vererdnungsprozess können Sie dann noch mit EM-aktiv und Gesteinsmehl unterstützen. Je mehr Würmer und gute Erde vorhanden sind, umso weniger Erde brauchen Sie und umso schneller vollzieht sich die Vererdung. Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen. Auch wenn es nicht funktioniert hat, was ich nicht hoffe. So können wir weiter daran arbeiten und vielleicht lässt sich der eine oder andere von Ihren Erfolgen inspirieren…
      Herzliche Grüße und viel Erfolg.
      Annerose Fischer

  9. Lese mich gerade erst in die bokashi Kunst ein. Wie sieht es aus mit Samen, die in den bokashi Eimer gelangen. Werden die durch fermentieren keimunfähig gemacht?
    Was genau ist trockenbokashi? Kann ich den ebenso selbst herstellen?
    Es grüßt Sie
    Suza Ramsauer-Sewald

    1. Hallo Frau Ramsauer-Sewald,
      es kommt auf die Samen und auf die Dauer der Fermentation an. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass alle Samen keimunfähig werden, wenn man sie fermentiert. Es gibt Samen, die durch das Fermentieren scheinbar einen Impuls bekommen und dann keimen, wie z.B. Avocados. In unserem Hochbeet gingen heuer haufenweise Paprika auf, die ich sicher nicht gesät hatte, aber Bokashi hatte ich ausgebracht. Wenn Sie „Unkräuter“ oder „Beikräuter“ meinen, dann kann die Dauer der Fermentation tatsächlich der ausschlaggebende Faktor sein, dass sie nicht mehr keimen.
      Trockenbokashi ist fermentiertes Getreideschrot, das Sie gut und gerne selber herstellen können. Sie schroten Getreide Ihrer Wahl, geben EM und Wasser dazu, kneten die Mischung durch und fermentieren es bei Zimmertemperatur ca. 2-4 Wochen.
      Das Ganze kann man nun auch verfeinern: Zusätzlich können Zuckerrohrmelasse (gleicher Anteil wie EM), etwas Meersalz, verschiedene Arten von Mehlen und Schrote (Soja, Mais, Sonnenblumen, etc…) Keimlinge, Hülsen, gute Öle beigemischt werden. Der Anteil von EM beträgt ungefähr 3%. Also wenn Sie einen Liter Getreide fermentieren wollen benötigen Sie ungefähr 30 ml EM. Hinzukommt natürlich noch die Wassermenge, die vom Feuchtigkeitsgehalt der Getreidemasse abhängt. Sie sollten soviel Wasser hinzugeben, dass Sie die Masse zu Knödel formen können, aber auch wieder locker auseinander fallen kann. Also vorsichtig dazu dosieren und wenn es zu feucht geworden ist, einfach noch etwas Getreideschrot dazugeben. Das fertige Getreidebokashi können Sie für verschiedene Zwecke einsetzen. Als Bodenaktivator, als Kompoststarter, als Zusatz bei der Bokashiherstellung, als Futterzusatz für Ihre Haustiere (hängt von den Inhaltsstoffen ab), für sich selber…
      Viel Spaß beim Ausprobieren
      Annerose Fischer

  10. Ich möchte mir einen Kompost anlegen. Da ich keinen Garten zum ausbringen meines Küchenbokashis habe, möchte ich dieses zumindest vererden, um damit wieder meine Balkonpflanzen einzusetzen. Wie gehe ich vor? Muß ich genauso mit Ropro und Gesteinsmehl und EM Aktiv arbeiten?
    Ich will natürlich auch im Herbst meine Balkonpflanzen dort entsorgen.

    1. Hallo Frau Gaßner,
      Über das Kompostieren gibt es sehr viele unterschiedliche Vorangehensweisen. Wir empfehlen EM-aktiv (ca. 7- 25L /m³) und Gesteinsmehl (14-20 kg /m³) schichtweise mit der Organik auszubringen. Damit die Nährstoffe nicht ausgewaschen werden kann zusätzlich ca. 100 L Pflanzenkohle (RoPro-Streu) / m³ Organik darunter gemischt werden. Das Küchen-Bokashi wird so in den Kompost eingebracht, dass es danach abgedeckt ist. Ob Sie ein Loch graben oder flächig ausbringen und anschließend abdecken ist egal. Es fördert jedenfalls den Umsetzungsprozess und liefert zusätzliche Antioxidantien, Mineralien und dergleichen. Außerdem lockt es scharenweise die Würmer an. Natürlich können Sie Ihre balkonplanzen und auch alte Erde in den Kompost geben. Immer wird die „frische“ Organik mit EM, Gesteinsmehl und evtl. RoPro-Streu behandelt. Fäulnisprozesse werden somit unterdrückt, was später wirklich wichtig für die Pflanzengesundheit ist.
      Sie können auch in fertige Komposterde schichtweise gereiftes Küchenbokashi einarbeiten. Das muss nicht vollständig vererdet werden. Schon nach kurzer Zeit können Sie diese Mischung in Beete ausbringen oder für Ihre Balkonblumen verwenden. Da Küchenbokashi sehr sauer ist wartet man ca. 14 Tage mit der Bepflanzung und hält dabei die Erde leicht feucht.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  11. Hallo, ich lebe in Neuseeland und habe meinen ersten Bokashi Eimer in einer Mulde im Garten eingegraben.Leider ist die Stelle nicht regengeschützt und es hat ziemlich stark geregnet die letzten Tage…..Die Stelle ist jetzt ein bisschen eingefallen und ich hoffe, dass die wertvollen Inhaltsstoffe nicht herausgewaschen wurden? Wie wichtig ist der Regenschutz? Mit freundlichen Grüßen Heidrun Maar

    1. Hallo Frau Maar,
      in der Tat kann es sein, dass gelöste Nährstoffe aus der Organik durch langanhaltenden Regen ausgewaschen werden. Nährstoffe können aber auch in der Organik gebunden sein und dann nicht so schnell „ausgewaschen“ werden. Wenn sie beim Fermentieren neben EM auch Pflanzenkohle (RoPro-Streu) verwenden, dann werden die Nährstoffe an und in die Kohlestrukur dauerhaft gebunden. Haben Sie keine Pflanzenkohle zur Verfügung, würde ein vorübergehender Regenschutz nach dem Ausbringen durchaus sinnvoll sein. Eine Mulchdecke aus Rasenschnitt kann möglicherweise schon etwas abmildern. Für die Regenwürmer und anderen Bodenbewohner, die letztlich die Organik in Humus umwandeln ist die Organik ausschlaggebend. Deshalb ist es einfach nur gut, dass Sie Bokashi eingraben, weil es die Bodenlebewesen ernährt.
      Wenn der Boden etwas eingefallen ist, haben sie vielleicht sehr viele Regenwürmer? Sie können einfach mal an den Bokashi-Stellen nachgraben und sich selber ein Bild machen.
      Mit herzlichen Grüßen nach Neuseeland
      Annerose Fischer

  12. Hallo Frau Fischer,
    ich hab mit Küchenbokashi angefangen.
    Wir haben einen Garten übernommen, den wir erst mit Hilfe des Küchenbokashi in einen guten Zustand bringen wollen. Jetzt hätte ich so einige Fragen. Ich würde den Bokashi gern in den Rasen einarbeiten, dann teilweise wieder neu aussäen. In welchen Abständen sollte das erfolgen. Zeitlich gesehen reicht es einmalig? Räumlich wieviel cm Abstand zwischen den einzelnen Gräben?
    Wie oft wird in Blumen, Rosen etc…der Bokashi eingearbeitet? Welcher Abstand von den Rosen, Blumen sollte der Graben haben? Ich hab gelesen, bei Bäumen sollte der Abstand von der Krone weg einen Meter haben.
    Ich hoffe sie können mir weiter helfen:))
    Liebe Grüße aus Dachau

    1. Hallo Frau Köglsperger,
      Mit Bokashi können Sie den Boden innerhalb kurzer Zeit verbessern. Das ist vielfach bewährt und auch praxiserprobt. Für den Rasen empfehle ich Ihnen die Bodenverbesserung erst einmal ohne Graben und ohne Küchenbokashi zu probieren. Ich kenne Ihren Rasen nicht. Es wäre gut zu wissen, weshalb Sie Bokashi in den Rasen einarbeiten wollen.
      Wenn er verunkrautet ist, schlecht wächst, eine gelbe Farbe hat, Lücken aufweisst, dann würde ich Ihnen folgende Anwendung empfehlen: Streuen Sie RoPro-Lit Gesteinsmehl, Schwarzes Gold und gießen Sie reichlich mit EM-aktiv.
      Wenn Sie jetzt den Rasen noch mulchen statt mähen, erübrigen sich die geplanten Umgrabearbeiten. Befinden sich kahle Stellen im Rasen, schließen sich diese in der Regel nach den genannten Anwendungen. Hier könnten Sie vielleicht etwas nachsäen. Der Rasen ist eigentlich ein sehr lebendiger Boden mit vielen Regenwürmern. Um den Humusgehalt aufzubessern brauchen die Würmer Nahrung, am Besten in Form von Gras (also mulchen). EM-aktiv Gaben sind im Boden sofort durch bessere Krümmelung, besseren Erdgeruch und frischer brauner Farbe und vielen weiteren Parametern festzustellen. Eine lebendige Mikrobiologie ist ausschlaggebend für die Bodengesundheit und natürlich auch für das was wächst. Wenn Ihr Rasen sehr vermoost ist haben Sie entweder viel Schatten auf dem Rasen oder Staunässe. Das wäre aber erst zu klären.
      Wie oft wird Bokashi in Blumenbeete eingearbeitet? Meistens im Herbst nach dem Abräumen und im Frühjahr bevor es wieder zu wachsen beginnt. Öfter als 3 mal würde ich Bokashi auch nicht im Gemüsebeet ausbringen. Auch mit Bokashi kann überdüngt werden. Ganzjährig könnte aber gemulcht werden (angewelkter Rasenschnitt oder Rasenbokashi).Der Abstand zu den benachtbarten Pflanzen sollte ca. 15 bis 20 cm betragen. Bei Rosen können Sie das Küchenbokashi auch oberflächlich Mulchen und dann mit Erde anhäufeln. Bitte das Bokashi nicht direkt an die Rosen bringen, sondern etwas Abstand zum Stamm halten. Ansonsten können Sie das bokashi auch in Tontöpfe füllen und umgedreht neben die Rose stellen (Topfmethode). Bei den Bäumen sollte Bokashi außerhalb des Kronenbereichs eingegraben werden. Ziel ist, dass der Baum einen Impuls zu wachsen bekommt und eine mikrobiologische Belebung erfolgt. Also schon etwas entfernt von den feineren Wurzeln, aber auch nicht meterweit entfernt. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie auch hier die Topfmethode anwenden. Hier wird nicht gegraben und trotzdem werden Regenwürmer vom Bokashi angelockt und setzen die Organik im Topf um.
      Ich hoffe, ich kann Ihnen mit den Antworten weiterhelfen.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  13. Liebe Frau Fischer,
    ihr Blockbeitrag hat mich absolut begeistert und ich habe mir ein Bokashi Set hier bestellt. Das befüllen des ersten Eimers hat eigentlich ganz gut geklappt… ich war total begeistert. Es gab wirklich fast keine unangenehmen Gerüche, es nur leicht säuerlich gerochen, sobald ich meine Nase fast ganz in den Eimer gesteckt habe. Auch der Saft war alle 3 Tage zum Ablassen, auch fast geruchsfrei, leicht säuerlich eben. Heute habe ich den Eimer nach 2 Woche Reifezeit noch schnell vor dem Frost in mein Gemüsebeet eingearbeitet. Allerdings hat der Inhalt des Eimers fürchterlich nach Erbrochenem gestunken. Was habe ich falsch gemacht? Das befüllen des 2. Eimers funktionert irgendwie nicht so gut wie beim ersten. Dieser bringt keinen Saft und stinkt jetzt schon beim Befüllen. Meine Begeisterung ist gerade etwas gesunken. Können Sie mir helfen? Was habe ich denn da falsch gemacht?
    Herzliche Grüße

    1. Liebe Frau Schneider,
      zuerst einmal freut es mich sehr, dass ich Sie inspirieren konnte, mit der Bokashiproduktion zu beginnen. Es kann verschiedene Ursachen haben, warum der eine Eimer fast nicht riecht und der andere sehr unangenehm, warum einmal sehr viel Saft kommt und dann wieder sehr wenig oder gar kein Bokashisaft entsteht. Es hängt einfach großenteils davon ab, was in den Eimer reinkommt und das wird von mal zu mal einfach unterschiedlich sein. Wenn kein Saft entsteht haben Sie wahrscheinlich mehr trockene Abfälle und vielleicht auch viel RoPro-Streu reingegeben. Es kann auch eine Rolle spielen, wie lange Sie warten, bis die Abfälle in den Eimer kommen und mit EM besprüht werden. Ich gehe davon aus, dass Sie das Grundprinzip verstanden haben und wie Sie Fermentieren schon passt. Ihre Unsicherheit ist begreiflich. Das Fermentieren ist uns meist fremd und wir wissen wenig darüber, welche Prozesse gerade stattfinden, was passt und was nicht.
      Das gereifte Bokashi kann schon einen strengen Geruch haben. Davon dürfen Sie sich nicht abschrecken lassen. Jeder Eimer wird etwas anders sein. Vom Geruch, der Farbe, von der Menge und Farbe des Bokashisaftes und auch die Konsistenz des Bokashis kann fester oder lockerer sein.
      Wichtig sind folgende Bedingungen: Luftdicht und genügend Milchsäurebakterien, welche in EM reichlich vorhanden sind. Sprühen Sie genügend EM auf die Küchenabfälle, drücken Sie die Küchenabfälle mit der Kelle zusammen, dass Lufteinschlüsse entweichen, aber nicht so fest, dass ein Brei entsteht. Manche Anwender geben anfangs einen Sandsack auf die Abfälle, so dass die vorhandene Luft im Eimer kein „Angriffspunkt“ ist. Vielleicht hilft Ihnen dieser Tipp weiter.
      Falls Ihnen der Geruch weiterhin zu schaffen macht, dann könnten Sie neben RoPro-Streu auch RoPro-Lit Gesteinsmehl verwenden. Es fördert auch die Fermentation und bindet Gerüche. Die Nährstoffspeicherfähigkeit ist zwar lange nicht so gut wie beim RoPro-Streu, aber ansonsten ist es auch ein prima Hilfswerkzeug zum Fermentieren.
      Ich hoffe, Sie geben nicht auf und produzieren weiter viel Küchenbokashi. Das Bodenleben und die Pflanzen werden es Ihnen danken.
      Mit herzlichen Grüßen
      Annerose Fischer

  14. Ich mache das etwas anders! Der Vorgang im Bokashieimer ist der gleiche ich gebe allerdings noch Biokohle dazu, danach arbeite ich danach mit Kompostwürmern. Das heißt, wenn ein Bokashieimer voll ist, wird er beiseite gestellt bis der andere Bokashi voll ist. Danach kommt das Fermentierte Bokashi in ein 200 L Fass in dm sich Kompostwürmer befinden. Die Vererden dann den ganzen Bokashi. Heraus kommt Terra Preta. Die wird dann im nächsten Jahr auf die Bete gegeben.

  15. Sehr geehrte Frau Fischer,
    bis jetzt (drei Eimer) funktioniert meine Bokashi-Produktion sehr gut. Ich habe das Bokashi in meinem Frühbeet und den beiden Hochbeeten ausgebracht und regendicht zugedeckt.
    Nun habe ich eine Frage, wo ist der Unterschied zwischen Pflanzenkohle und aktivierter Kohle? Wie muss man sich denn das Aktivieren vorstellen und wozu muss das sein?

    1. Sehr geehrte Frau Bienek,
      schön, dass Sie mit dem Fermentieren begonnen haben. Ich hoffe, Sie haben viel Freude damit.
      Der Unterschied zwischen aktivierter Kohle und (nackte) Pflanzenkohle ist deren Aufnahmefähigkeit und vor allem Aktivität. Die aktivierte Kohle ist mit EM und Zuckerrohrmelasse schon vorfermentiert. Die Zuckerrohrmelasse dient als Nahrung für die Mikroben, die sich sofort vermehren. Die Kohle dient dabei als Nistplatz, die Mikroben sind auf Wartestellung. Aus der Praxis wissen wir, dass eine voraktivierte Kohle wesentlich schneller und auch effektiver arbeitet. Also Nährstoffe an sich lagert und entsprechend speichert. Eine aktivierte Kohle können Sie auch in Pflanzbeete einarbeiten oder in Blumenkästen, etc. einarbeiten. Da die Mikroben, die zur Verfügung stehen und auch für die Aufnahme von Nährstoffen verantwortlich sind, sofort mit der Umsetzung von Nährstoffen zu pflanzenverfügbarer Nahrung beginnen.
      Eine unbehandelten Kohle zieht aus ihrer Umgebung verfügbare Nährstoffe an sich und es kann zu Nährstoffblockaden (Minderertrag) führen.

  16. Hallo Frau Fischer,

    Auch ich habe anfang des Jahres mit den Fermentieren von Küchenabfällen in Bokashi Eimern begonnen. Ihr Artikel war mir dabei unter anderem eine große Hilfe.
    Mein erster Eimer reift bereits 4 Wochen nach der letzten Befüllung und Saft tritt nur noch ganz wenig aus. Ich arbeite mit EMa, normalen Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle.
    Die Fermentation scheint also zu klappen 🙂

    Jetzt würde ich den Bokashi gerne auf meiner Dachterasse in Kübeln vererden lassen. Vielleicht könnten Sie mir dazu einige Fragen beantworten.
    1. Kann der Bokashi sobald die vorhandene Erde wieder aufgetaut ist eingearbeitet werden, bzw. schadet erneuter Frost den Mikroorganismen und der Vererdung?
    2. Werden unbedingt extra Würmer benötigt oder reicht es etwas Erde aus dem Garten und Blumenerde aus dem Baumarkt hinzuzugeben?

    Außerdem frage ich mich ob der regelmäßig entstehende Saft für die Düngung von Tomaten, Basilikum, Kohlrabi, Blumenkohl etc. ausreicht? Oder gibt es wichtige Nährstoffe die nicht über den Bokashi zugeführt werden können?

    Vielen lieben Dank schon einmal 🙂

    1. Hallo Herr Bölts,
      Schön, dass Ihre Bokashiherstellung klappt! Sie können das Bokashi jederzeit in Erde einarbeiten. Auch wenn es wieder friert. Die Mikroorganismen gehen bei ca. 8°C in eine Art Ruhezustand. Sobald es wieder wärmer wird sind sie auch wieder aktiv. Wichtig ist nur, dass das Bokashi mit Erde bedeckt wird. Und natürlich wird das Bokashi schneller bei warmen Temperaturen umgesetzt.
      Ob das bisschen Erde aus dem Garten ausreicht hängt auch davon ab, wie belebt diese Erde ist. Normalerweise wird auf Mutterboden vererdet. Je weniger belebt die Erde ist umso schwieriger wird der Umsetzungsprozess. Blumenerde aus dem Baumarkt ist meistens gedämpft, d.h. alles Lebendige wird abgetötet. Das müssen Sie einfach probieren. Nach Möglichkeit mehr Erde aus dem Garten verwenden. Extra Würmer gibt es und natürlich würden die auch mehr verarbeitet.
      Der Bokashisaft ist ungefähr wie ein Flüssigdünger einzustufen. Der Mehrwert liegt in den enthaltenen Enzymen, Antioxidantien und Aminosäuren. Für Starkzehrer wie Tomaten und Blumenkohl brauchen Sie zusätzlich noch extra Dünger. Ich kann Ihnen das Schwarze Gold empfehlen. Außerdem wäre auch Schafwolle eine sehr guter organischer Langzeitdünger, welche Sie mit dem gereiften Küchenbokashi (das nicht vererdet sein muss) für die Anzucht Ihrer Gemüsepflanzen verwenden können.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  17. Guten Tag, Frau Fischer.

    Ich habe vor über einem Jahr Bokashisaft in Flaschen abgefüllt, da es so viel war. Jetzt habe ich eine davon im Waschbecken entleert. Dabei kam mir die Frage, ob sich der Saft ungünstig verändert und es ungesund sein könnte, wenn ich etwas davon einatme. Was ja nicht zu verhindern war. Kann ich die anderen Flaschen noch als Dünger verwenden? Oder wie soll ich den Saft entsorgen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Tatjana

    1. Hallo Tatjana,
      der Bokashisaft hat nach einem Jahr sicherlich keinen guten Geruch. Das hat er aber von Hausaus nicht. Dass der Geruch ungesund sein könnte, kann ich mir nicht vorstellen. Es müssten sich ja in der verschlossenen Flasche pathogene Keime entwickelt haben was schwer möglich ist, weil der pH-Wert von Bokashi-Saft sehr nieder ist (ca. 2,7 – 3, 5). In einem solch saueren Milieu entwickeln sich in der Regel keine Keime.
      Sie können den Bokashi-Saft auf jeden Fall in den Abguss schütten. Denn hier wird er noch gute Putzdienste an den Rohrleitungen leisten. Wenn ich Bokashisaft in den Abluss schütte, decke ich anschließend sofort den Ausguss zu. Der Geruch breitet sich sonst nämlich schon im Raum aus und da verzichte ich auf lieber darauf.
      Ich selber habe auch schon 1 Jahr alten Bokashisaft verdünnt vergossen. Habe dabei keine negative Auswirkung bemerkt. Wenn Ihr Gefühl sagt, das der Saft nicht mehr gut ist, geben Sie ihn aber lieber in den Abfluss.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

          1. Wenn der verdünnte Bokashisaft, der so lange gelagert hat, so schlecht riecht dann würde ich ihn auch nicht mehr zum Blumendüngen verwenden. Lieber dann in den Abfluss und Deckel drauf.

  18. Hallo Frau Fischer,
    mit Begeisterung und Erfolg benutze ich seit 2 Jahren diese Art der Fermentierung. In meinem Staudengarten benutze ich die Methode mit den Tontöpfen. Direkt in die Erde eingeben funktioniert nicht, da meine Hund Alles ausgraben und es fressen.
    Kann ich den Saft aus den Eimern, unter anderem, zur Stärkung der Pflanzen auch auf die Pflanzen sprühen?
    mit freundlichen Grüssen

    1. Hallo Frau Walther,
      der Bokashisaft wird den Pflanzen bei ausreichender Verdünnung gewiss nicht schaden. Er hinterlässt aber eine unangenehme Duftnote, weshalb ich es rein zum Besprühen nicht verwende. Ich mische es mit EM-aktiv und gieße es regelmässig über den Aquamix und überbrause damit mit 0,2% (2 ml auf 1 L Wasser) auch die Pflanzen. Schäden dadurch habe ich noch nicht beobachtet. Durch die Mischung mit EM-aktiv gibt es auch keine unangenehmen Gerüche. Mit Sicherheit trägt auch der Bokashi-Saft zur Stärkung des Bestandes bei.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  19. Liebe Frau Fischer,

    interessiert es, wenn ich noch eigene Erfahrungen dazu stelle? Ich produziere Bokashi auf eigene, sehr einfache Weise, aber gerade für Beginner-innen sind Ihre gut ausgefeilten Methoden und Geräte natürlich viel standardisierter und sicherer.

    Frau Carolin Schneider schrieb Nov. 2017, ihr Bokashi habe „fürchterlich nach Erbrochenem gerochen“ und befürchtete einen Fehler. Bokashi sind milchsauer-vergorene Essensreste – ebenso befinden sich Nahrung und Magensäure im Magen. Insofern ist dieser Geruch nicht angenehm, aber durchaus passend. Spaßhaft sag ich manchmal „wie Baby-Ko..e“.

    Der Geruch nach Faulen Eiern (Tatjana, April 18) ist allerdings bedenklich. Hier liegt Fäulnis zu Schwefelwasserstoff vor, der kann je nach Konzentration Pflanzen schädigen. Also entsorgen – leider ….

    Die Sorge, ob (zuviel) Luft an das gärende Material kommt, ist m.E. unbegründet. Luft und Sauerstoff kommen nur bis zur Oberfläche, und selbst darüber bildet sich bei geschlossenem Deckel rasch eine Sauerstoff-arme Zone. Allerdings halte ich mein Material feucht-nasser als beim Ablassen des Bokashi-Safts. Im nassen Inneren bilden sich durch Gärung bald Kohlendioxid-Blasen und der Sauerstoff wird rasch aufgezehrt. Sie schreiben auch schon: durch Zugabe von Getreide-Mehl kann man die Gärung noch verstärken. Nur bei zu trocken krümeligen Material haben Bekannte schon ein Umkippen zu Fäulnis beobachtet.

    Oft wird Bokashieren gegen – oder gar über Kompstieren gestellt, weil im Kompost mehr Kohlenstoff und Wärme-Energie veratmet würden und daher verlustig gingen. Das stimmt nur bedingt – und in der Gesamtbilanz gar nicht. Tatsächlich sind diese Verluste beim Bokashieren-Fermentieren zunächst (!) geringer. In der zweiten Phase aber, wenn das Boksahi im Garten vererdet, laufen auch dort die Kompost-Atmungs-Prozesse ab – am Ende sind die Bilanzen ziemlich augegeglichen (Studien z.B. bei Gerald Dunst, Riedlingsdorfer Schwarzerde, AT).

    Bokashi hat nach meiner Meinung andere große Vorteile: Man kann die Essensreste in Küche, Keller oder Balkon hygienisch zwischen-„lagern“ – konservieren und schon teilweise umsetzen zu den wertvollen Vitaminen, Anti-Oxidantien etc., wie sie es beschreiben, besonders wenn Kompost und Garten nicht nahbei und schnell ereichbar sind. Also lagern ohne Fäulnis und Gestank, bis auf die säuerliche „Duft-Note“ s.o. – aber dafür gibts ja Deckel…

    Und man kann Pflanzenkohle im nährstoffreich feucht-nassen Milieu sehr schnell „aufladen“ und anreichern zu „Roh-Terra-preta“, wenn es einmal schneller gehen soll als im Kompost. So machen wir es mit Erfolg auch in Permakultur-Praktika in Portugal (Haliotis-Projekt), in denen nur begrenzte Zeit für die ganze Entwicklungs-Kette von Pflanzenkohle-Brennen über Roh-Terra-preta bis zum Anreichern und Bepflanzen verarmter Böden besteht.

    Vielleicht interessieren diese ergänzenden Aspekte? Frohes Fermentieren und Gärtnern wünscht

    Armin Siepe

  20. Hallo,
    wir haben seit ein paar Wochen ihr Bokshi Set. Und auf der Flüssigkeit die wir ablassen bildet sich jetzt ein weißer pelziger Belag. Kann die Flüssigkeit trotzdem als Dünger verwendet werden?

    1. Hallo Frau Arnold,
      Die Haltbarkeit vom Bokashi-Saft wird ganz wesentlich vom verfügbarem Sauerstoff beeinflusst. Wenn Sie ihn ablassen und an der Luft stehen lassen bildet sich innerhalb kurzer Zeit eine Hefeschicht an der Oberfläche. Der Geruch ist vom Bokashi-Saft ist generell sehr eigen. Wenn Ihr Bokashi-Saft sich vom Geruch nicht wesentlich unterscheidet können Sie ihn trotzdem verwenden. Die Hefeschicht an sich macht noch nichts. Ich rate Ihnen, den Bokashi-Saft entweder immer gleich zu verwenden oder in Schraubgläser abzufüllen. Die Gläser sollten von der Größe so gewählt werden, dass sie randvoll und ohne Lufteinschluss abgefüllt werden können. Der Bokashi-Saft hält sich bei dunkler und kühler Lagerung mehrere Monate.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  21. Hallo! Ich bin Neuling und befülle derzeit meinen ersten Bokashi-Eimer. Mich würde interessieren, warum der Küchenbokashi beim Vererden regengeschützt sein muss…ich hätte vor, mir im Garten einen kleinen Bereich mit guter Komposterde (mit Würmern) zu machen (die Komposterde kann ich von Bekannten haben, habe selber keinen Komposthaufen) und dort den Küchenbokashi regelmäßig einzuarbeiten. Aber der vorgesehene Platz ist nicht regengeschützt…geht das dann trotzdem? vielen Dank für die Hilfe. viele liebe Grüße, Patricia

    1. Hallo Patricia,
      Regen geschützt insofern, dass es von Vorteil ist, wenn der Vererdungshaufen keinen wochenlangen Dauerregen abbekommt. Denn dann werden Nährstoffe einfach ausgewaschen. Wird dem Bokashi Pflanzenkohle beigemischt werden weniger Nährstoffe ausgewaschen. Der Vererdungshaufen sollte aber auch nicht austrocknen. Das wäre für die Umsetzung gar nicht förderlich. Sie könnten den Haufen bei Dauerregen einfach mit einer Folie locker abdecken. Und generell mit einem durchlässigen Fließ, damit er etwas sonnengeschützt ist.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

      1. Liebe Fr. Fischer! Herzlichen Dank für die rasche Antwort – dann werde ich das gleich so umsetzen. 🙂 viele liebe Grüße Patricia

  22. Liebe Frau Fischer,

    ich hab erst begonnen mit dem Bokashikübel. Anfangs hat es sehr gut geklappt, ich besprühe fleissig und gebe Steinmehl dazu und nimm die Flüssigkeit ab. War der Bokashi zu feucht?
    Leider kommen jetzt kleine Maden aus dem Kübel. brr
    Was mir eingefallen ist, ich hab die Küchenabfälle einen Tag im Garten stehen lassen und da haben sich viele Fliegen drangemacht. Kann es sein, dass die Fliegen daran schuld sind?

    mit lieben Grüßen

    Rosmarie Hain

    1. Liebe Frau Hain,
      ja, ziemlich sicher haben die Fliegen Ihre Eier im Eimer abgelegt. Eigentlich sollten sich aber Fliegenlarven im Bokashi-Eimer nicht entwickeln können, denn bei genügend EM, entwickeln sich die Fliegenlarven nicht, weil das Milieu zu sauer ist. Es kann aber sein, dass sich die Eier an der Eimerwand befanden und mit dem EM wenig oder gar nicht in Berührung kamen.
      Ob das Bokashi zu feucht war, kann ich nicht sagen.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  23. Hallo Frau Fischer,

    ich beschäftige mich derzeit auch mit dem Thema Bokashi, besitze allerdings noch keinen Eimer. Dieser soll aber bald folgen. Im Moment stellen sich mir im Vorfeld aber noch einige Fragen:

    1. Wie oft kann ich in welcher Menge die Topfmethode in einem Beet anwenden? Besteht Gefahr einer Überdüngung bei Bokashi? Erst recht bei Verwendung von Pflanzenkohle, die Nährstoffe ja nochmal extra halten soll?

    2. Wenn ich mir ein Fass mit Abdeckung einrichte und da stets mit Erde den Bokashi vererden möchte, kann ich das quasi ansammeln und zweimal im Jahr auf die Beete geben? Ist die dort entstandene Bokashi-Erde dann eher wie gedüngte Erde oder wie Kompost anzusehen?

    Und wenn es eher wie Kompost ist, könnte ich durch Ablagern von ein oder zwei Jahren erreichen, das es eher zu Blumenerde wird? Das würde mir nämlich das Schleppen von Säcken an Blumenerde oder Sand ersparen…..mein Hintergedanke ist, Dünger/ Kompost und normale Pflanzerde für Töpfe selber zu produzieren.

    3. Die Idee Rasenbokashi als Mulch zu verwenden, finde ich klasse…..aber macht es die Beete in Kombination mit Bokashi vererden, dann nicht zu sauer vom Ph-wert?

    Über Antworten auf all die Fragen würde ich mich freuen 😉
    ganz liebe Grüße,
    N. Moog

  24. Hallo Frau Fischer

    Habe seit einigen Tagen den Küchen bokashieimer ich würde den Saft gerne den Zimmerpflanzen geben.

    Liebe Grüße
    Sabine Zorn

    1. Hallo Frau Zorn,
      grundsätzlich ist das natürlich möglich. Sie sollten aber beachten, dass der Bokashi-Saft einen sehr „eigenen Geruch“ hat. Der kann sich auch kurzfristig in den Räumen ausbreiten. Also vorsichtig dosieren. Wenn Sie den Saft im Garten verwenden, wird er mind. 1:200 (50 ml /10L Wasser) verdünnt. Dosieren Sie (wegen dem Geruch) bei den Zimmerpflanzen erstmal nur 25 ml auf 10 L Wasser. Das Erdreich sollte vor dem Düngen schon feucht sein. Der Düngewert ist in etwas dem eines Flüssigdüngers gleichzusetzen, hängt aber vom Inhalt des Bokashieimers ab.
      Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen!
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

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