Kein Patent auf Bier

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no patent on seeds

Am 7. Juni endete die Einspruchsfrist zu einer Patentanmeldung im Europäischen Patentamt in München. Die Großkonzerne Heineken aus Holland und Carlsberg aus Dänemark möchten ihre Marktposition vergrößern. Für alle Nutzer ihrer patentierten Gerste würden zukünftig Gebühren anfallen.
Um den Einspruch Gewicht zu geben folgten ca. 150 Bürger dem Aufruf von no patents on seeds. Unter der Federführung von Dr. Christoph Then und Ruth Tippe hat sich ein breites Bündnis mit weit über 30 Organisationen zusammengeschlossen. Auch die Zivilcourage war mit dabei.


Presse-Mitteilung: Eine letzte Runde Freibier

Bier muss frei bleiben:

Das Patent EP 2575433 der Firmen Carlsberg & Heineken wurde 2016 erteilt. Es beruht auf der Züchtung von Braugerste unter Nutzung zufälliger Mutationen. Durch die Verwendung der Gerste soll das Bierbrauen billiger und Energie eingespart werden. Das Patent umfasst die Braugerste, deren Verwendung und das damit hergestellte Bier. Am Einspruch gegen dieses erteilte Patent werden sich rund 30 Organisationen beteiligen.
Die Aktion findet wenige Wochen vor einer  entscheidenden Sitzung des Verwaltungsrats des EPA statt, bei der eine Entscheidung über die Zukunft der Patentierung von Pflanzen und Tieren getroffen werden soll. „Keine Patente auf Saatgut!“ fordert, dass dabei alle Schlupflöcher geschlossen werden, um auch Patente wie das auf Braugerste und Bier zu verhindern. Sie fürchten ansonsten eine zunehmende Monopolisierung der Ernährungsgrundlagen durch große Konzerne.
Das Patent EP 2575433 der Firmen Carlsberg & Heineken wurde 2016 erteilt. Es beruht auf der Züchtung von Braugerste unter Nutzung zufälliger Mutationen. Durch die Verwendung der Gerste soll das Bierbrauen billiger und Energie eingespart werden. Das Patent umfasst die Braugerste, deren Verwendung und das damit hergestellte Bier. Am Einspruch gegen dieses erteilte Patent werden sich rund 30 Organisationen beteiligen.

Nachfolgend eine Auswahl an Berichterstattungen:
taz
Carlsberg und Heineken haben sich natürliche Braugersten patentieren lassen. Das sollte laut EU-Kommission gar nicht möglich sein. Brauereibesitzer Gottfried Härle macht sich Sorgen: Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die Bierkonzerne Heineken und Carlsberg drei Braugersten patentieren lassen. Am Mittwoch dieser Woche läuft die Einspruchsfrist gegen eines der Patente ab. „Wenn solche Patente Bestand haben, wäre das ein Skandal“, sagt Härle, Chef der gleichnamigen Brauerei in Leutkirch im Allgäu. Weiter lesen

Die Welt
„Die Brauereikonzerne hatten schon zuvor zwei Patente auf andere Gerstenpflanzen erhalten. Aufgrund zufälliger Mutationen fehlen ihnen Stoffe, die den Geschmack von Bier beeinträchtigen können. Das dritte Patent, das 2016 erteilt worden war, bezieht sich auf eine Kreuzung der beiden Gerstensorten. Die neue Pflanze weist eine Kombination der erwünschten Eigenschaften auf. «Dieses Patent ist ganz offensichtlich absurd: Zufallsmutationen sind doch keine Erfindung», sagt Lara Dovifat von der Organisation Campact, die dem Bündnis aus gut 30 Gruppen angehört.“ Weiter lesen

Zivilcourage –
AG für AgroGentechnikfreie Landkreise

Zivilcourage (Freie Bauern und Bürger AG für Agro-Gentechnikfreie Landkreise) wurde 2006 unter der Leitung von Christoph Fischer mit 40 Landwirten gegründet. Ziel war es, der breiten Bevölkerung Informationen über die Gefahren der AgroGentechnik zukommen zu lassen.
Erfahren Sie mehr über die Arbeit der Zivilcourage.

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