Fermentation mit Pflanzenkohle

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Fermentation = fermentierte Organik = Bokashi
Im Unterschied zu Kompost wird bei der Fermentation die Organik unter Luftabschluss umgesetzt. Außerdem wird die Organik nicht vererdet sondern nur verstoffwechselt, so wie man es von der Sauerkrautherstellung kennt.
Bei der Fermentation entstehen durch die Stoffwechselvorgänge wertvolle Vitalstoffe, Antioxidantien, Vitamine, Aminosäuen und Enzyme. Dies macht man sich bei der Lebensmittelproduktion zu Nutze. Aber auch im Garten hat das Bokashi mit seinen Eigenschaften längst seinen Siegeszug angetreten.
EM spielt die entscheidende Rolle, denn die Mikroben sorgen für eine geregelte milchsaure Fermentation.

Ob Küchenabfälle, Rasenschnitt, Staudenhäcksel, Grünzeug, Mist oder andere Organik. Je bunter gemischt umso inhaltsreicher das Bokashi. Zur Optimierung der Fermentation werden neben EM verschiedene Zuschlagsstoffe verwendet:
Gesteinsmehl liefert Mineralien, reduziert Gerüche, puffert Säuren ab und
bietet Nistplätze für Mikroorganismen.
Getreideferment (Bokashi-Streu – fermentiertes Gedreiteschrot) fördert die
Fermentation, liefert Nährstoffe und Nistplätze, reduziert Gerüche und kann zur
Regulation der Feuchtigkeit der Organik genutzt werden.
Pflanzenkohle (RoPro-Streu) bindet Nährstoffe in die Kohlestruktur, reduziert
Gerüche, bindet CO2, bietet Nistplätze für Mikroorganismen und trägt zu einem
nachhaltigen Humusaufbau bei.
– Zuckerrohrmelasse liefert Nährstoffe und Mineralien für die Mikroben. Kann vor
allem bei Grünabfällen eine sinnvolle Ergänzung sein.

Vorgehensweise:

Bokashi aus Rasenschnitt
Aus Rasenschnitt kann wertvoller Dünger (Mulchmaterial) hergestellt werden. In den Herbst- und Wintermonaten wird das Mulchmaterial von den Würmern verarbeitet. Humus wird aufgebaut…

Bokashi-aus Staudenhäcksel
Stauden werden, sofern sie nicht über die Wintermonate dekorativ und als Insektenwinter kann ein ebenso wunderbares Mulchmaterial gewonnen werden.

Zur Anreicherung des Bokashis kann auch aufgelöste Zuckerrohrmelasse, Gesteinsmehl und natürlich RoPro-Streu (Pflanzenkohle) dazugemischt werden. Das Staudenbokashi ist für den Garten als Mulchmaterial sehr interessant, da es langsamer vom Bodenleben umgesetzt wird als z.B. Rasenbokashi. Während der Wintermonate bietet es neben dem vielvältigen Nahrungsangebot für das Bodenleben auch Schutz für den Boden vor Austrocknung und Erosion.

Bokashi aus Küchenabfällen
Bei Küchenabfällen haben sich die sogenannten Bokashi- oder Organiko Eimer bewährt. Hier entsteht viel Sickersaft, der aufgefangen als Flüssigdünger eine sehr vitale Düngerquelle für Gemüse, Beet- und Balkonpflanzen darstellt.
Mehr Informationen zur Bokashi Produktion aus Küchenabfällen finden Sie hier.

Bokashi aus Getreideabfällen
Aus unterschiedlichen Getreideabfällen kann ein sehr hochwertiger Dünger hergestellt werden. Dazu Gedreideschrote, Spelzen, Trebern, Mist, … mit RoPro-Streu, Gesteinsmehl, aufgelöster Zuckerrohrmelasse mischen und mit reichlich EM-aktiv besprühen oder übergießen. Evtl. wird zusätzlich Wasser benötigt. Die gut durchmischte Organik sollte sich zu einem Knödel formen lassen, sich aber auch wieder sehr gut lösen lassen. Nach einer Reifezeit (ca. 6 Wochen) kann dieser Bokashi-Dünger als Bodenverbesserer und / oder Dünger verwendet werden.

Die Bokashi-Produktion liefert wertvolle Beiträge zur Bodenverbesserung und zum Humusaufbau. Die Organik bleibt im Garten und wird angereichert wieder in und auf den Boden zurückgegeben. Kreisläufe werden so sinnvoll geschlossen. Die Zufuhr von Pflanzenkohle macht die Arbeit zudem nachhaltig, da sie sich im Boden anreichert und immer wieder mit Nährstoffen befrachtet wird. Das Bodenleben wird mit Organik gefüttert und so trägt Bokashi zum Humusaufbau bei.

Bokashi kann auch direkt auf dem Pflanzbeet produziert werden. Wie beschrieben wird die Organik mit EM-aktiv, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle gemischt und luftdicht mit Folie oder Humus abgedeckt. Wird diese Arbeit im Herbst durchgeführt hat man bis zum Frühjahr eine Art Rohkompost, welcher dann auf den Beeten verteilt wird.

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