EMLeben – EMLeute Landwirtschaft der Zukunft

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Du kommst ursprünglich aus der konventionellen Landwirtschaft – wie verändert der Einsatz von Mikroorganismen die Landwirtschaft in der Zukunft?

Viele Jahre meiner beruflichen Laufbahn begleite ich zahlreiche konventionelle, intensive und oftmals stark in der Größe wachsende Landwirtschaftsbetriebe. Deren Wirtschaftsweise orientierte sich größtenteils an den „Empfehlungen und Vorgaben der staatlichen Offizialberatung“. Mit den unterschiedlichsten Förderungsmaßnahmen versucht der Staat die Landwirte in gewisse Richtungen zu lenken. Allerdings ist das für etliche Landwirtsfamilien nicht immer die passende Lösung. Vielmehr ist wichtig, sachlich und offen die zukunftsorientierten und naturkonformen Wirtschaftsweisen darzustellen.

Z.B. Innerbetriebliche Nährstoffkreisläufe schließen (Feld – Stall – Feld). Einsatz von regional erzeugten Futtermitteln in der Tierhaltung. Deutliche Reduzierung bis hin zum Verzicht von chemischen „Pflanzenschutzmitteln“.


Spätestens seit ich diese markante Kernaussage von Bodenexperten gehört habe, bin ich überzeugt, dass die intensive (chemiereiche) Landwirtschaft in Frage gestellt werden muss.
Die EM ebenen den Weg zu einer Landwirtschaft, die im Einklang mit der Natur steht und trotzdem ökonomische Erfolge bilanziert.

Entscheidet sich ein Landwirt von der „traditionellen intensiven“ Landwirtschaft auf naturkonforme und regenerative Wirtschaftsweisen umzustellen, benötigt dies meist ein bis zwei Jahre Umsetzungszeit. Meine Hauptaufgabe bei EM Chiemgau besteht darin, Landwirte zu beraten und in der Umsetzung zu begleiten.

Ich finde es toll, dass mittlerweile viele Landwirte, egal welcher Betriebsgröße, -schwerpunkte und Regionen mit EM-Produkten und regenerativen Wirtschaftsweisen erfolgreich arbeiten.

Feldtag_der_Praktiker

Ganz besonders freut es mich, dass wir zwei junge Landwirte bei ihrer Sommerprojektarbeit  „Güllebehandlung und -einsatz im Grünland“ und bei der Meisterarbeit „Pflanzengesundheit im Sommergetreideanbau“ unterstützen und betreuen dürfen.

Was empfiehlst Du einem landwirtschaftlichen Betrieb, wenn er auf EM umstellen möchte?

Viele Landwirte wollen relativ schnell wirtschaftliche Ergebnisse sehen. Hierzu wird in tierhaltenden Betrieben meist mit der Gülle-/Mistbehandlung gestartet, um die Ammoniakausgasung (Geruch) zu reduzieren. Zusätzlich wird dadurch auf den Wiesen und Äckern die Auswaschung von Nährstoffen in tiefere Bodenschichten und ins Grundwasser deutlich verringert. Das wiederum bringt dem Landwirt einen wirtschaftlichen Vorteil, da er die betriebseigenen Nährstoffe mit wenig Verlusten den Pflanzen zur Verfügung stellen kann.

Kohle_in_Gülle_einrieseln_lassen

Der nächste Schritt ist oftmals der Einsatz von EM im Stall um das Stallklima für Tier und Mensch zu verbessern. Hierbei wird die Luftqualität verbessert, der Fliegenbefall reduziert und die Tiergesundheit unterstützt.

Viehlose Ackerbaubetriebe starten meist mit EM-Produkten zur Einarbeitung von Ernterückständen und Zwischenfrüchten. Um die Unterschiede sichtbar zu machen, werden oftmals auf dem Acker Parzellen mit unterschiedlichen Anbausystemen angelegt.
Somit finden wir gemeinsam mit den interessierten Landwirten den passenden Einstieg.

Wie kamen die Landwirte heuer in den Trockenregionen mit dem Wassermangel zurecht?

In diesem trockenen Jahr zeigten sich bei den Landwirten, die schon einige Jahre mit regenerativen Anbausystemen arbeiten (z.B. Gülle- und Mistbehandlung mit EM, Pflanzenkohle und Biolit-Urgesteinsmehl;

Anbau von Untersaaten und Zwischenfrüchten; pfluglose/pflugarme Bodenbearbeitung; Pflanzenstärkung mit EM-Produkten) sehr deutliche Unterschiede zu den Nachbarflächen. So wuchsen Maisbestände fast normal, wo andere hüfthoch blieben. Oder Wiesen waren grün, wo andere braun wurden.

Fazit: Regenerative Anbausysteme sind Grundvoraussetzung für humusreiche und mikrobiologisch aktive Böden um auch in Trockenzeiten qualitativ und quantitativ gute Erträge zu ernten.

 

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