EM-Stammtisch in Halfing

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Endlich war es wieder soweit, am Donnerstag, den 27.10. trafen wir uns wieder zu einem gemütlichen EM-Stammtisch beim Sießlbräu in Halfing.  Und informativ war es noch dazu. Schön war auch, dass sich unsere Gäste aus dem mittleren Norden, die mit einem Bus aus Nordroheinwestfalen zu Besuch waren, gleich sehr wohl gefühlt haben.

EM_StammtischrundeNach der traditionellen Rückschau vom Fischer Christoph, gaben noch zwei Referenten ihre eigenen Erfahrungen mit EM und Terra Preta auf ihren Betrieben wieder: Hans Kink aus Kohlstatt (Milchvieh mit EM seit fast 20 Jahren), Sepp Rothmoser aus Grafing (Pferdehaltung mit EM seit einem Jahr).

Da der letzte Stammtisch schon wieder einige Zeit her war gab es in der Rückschau vom Christoph viel zu berichten. Für die neuen Gesichter am Stammtisch hat er das Rosenheimer Projekt und die dabei wichtige Komponente der Gülleaufbereitung noch einmal vorgestellt. Auch was in Högering so los war, vom Profigärtnerseminar bis zur Akademiegründung im Juli wurde berichtet.
Interessante EinChristoph_Fischerblicke gab er uns in die politische Entscheidungsfindung, da er als Fachreferent beim Arbeitskreis „Antibiotikafreie Fütterung“ im Bundesumweltministerium in Berlin eingeladen war. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann das gern im dazugehörigen Blogbeitrag nachlesen.
Hans Kink aus Kohlstatt, 20 Jahre Güllebehandlung im Bio-Milchviehbetrieb

Johann_KinkMit den Worten “ Bei uns passt alles, Grünlandbestand, Futtermenge, Futterqualität und Tiergesundheit, obwohl wir nicht viel machen“ hat Hans angefangen seinen Grünland-Betrieb, den er auf 800 Höhenmeter  im Nebenerwerb bewirtschaftet, zu beschreiben.
Seit fast 20 Jahren wird konsequent Gülle aufbereitet, zuerst mit EM, dann mit EM und Gesteinsmehl und seit einigen Jahren kommt die Kohle auch mit zum Einsatz. „G’odelt wird nur bei schönem Wetter“, so Kink. Vor einigen Jahren hat er einen Nimbatus Vernebler im Stall eingebaut, somit wird die gesamte EM-Menge im Stall vernebelt und er braucht sie nicht mehr separat in die Gülle einrühren. Positiver Nebeneffekt: Keine Fliegen mehr im Stall und das Stallklima ist auch sehr angenehm.
Heuer hatte er seine Futtermenge bereits nach dem vierten Schnitt beisammen. Den fünften Schnitt wollte er erst den Regenwürmern spendieren, aber nun schenkt er ihn einem Berufskollegen.

Mit bloßem Auge sichtbar  ist die Lebendigkeit im Boden und die Wüchsigkeit von Gras und Klee im zeitigen Frühjahr. Die Bodenmikrobiologie erzeugt Wärme, so dass seine Flächen früher vom Schnee befreit sind als die Nachbarflächen. Außerdem seien seine Bestände bereits dunkelgrün und wachsen, während andere erstmal Kunstdünger ausbringen müssen, dass sich überhaupt was bewege, so Kink, auch die Verpächter haben schon festgestellt, dass die Flächen sich positiv entwickelt haben, seit er sie bewirtschafte. Die bescheidene und enthusiastische Art und Weise, wie Hans seinen Betrieb vorgestellt hat, hat vielen Gefallen. „Einfach muss es sein, nicht viel Arbeit machen und nachhaltig einen Effekt bringen. Und da bin ich beim Christoph genau richtig“

Anschließend zeigte Sepp Rothmoser aus Grafing, wie er Terra Preta im Pferdepensionsbetrieb seit einem Jahr einsetzt

JOsef_RothmoserAuf dem Pferdehof in Grafing mit 40 Boxen ist der angefallene Pferdemist schon immer ein Problem gewesen. Sepp Rothmoser war lange auf der Suche nach einem nachhaltigen System und ist dabei zu einem EM-Vortrag von Christoph Fischer gekommen. Die Effektiven Mikroorganismen und die Terra Preta erschienen ihm gleich als sinnvollen Lösungsansatz. Und so hat er die Idee gleich bei 10 Boxen auf dem Hof umgesetzt. Nach einem Jahr waren die Ergebnisse bereits sichtbar: Der Mist kann voll verwertet werden, die Aufwuchsmenge im Grünland steht der konventionell gedüngten Wiese in nichts nach und Mutters Geranien wuchsen heuer nicht nur, sondern wucherten. Die Terra-Preta Mist Probe wurde von den erfahrenen Landwirten mit allen Sinnen geprüft. Wer mehr über Sepp Rothmoser und seine Terra Preta Erfahrungen lesen möchte, findet ein Interview mit ihm hier im Blog.

Zum Schluss zeigte Georg Planthaler noch den Trailer vom Film des Agrarbündnisses Traunstein/ Berchtesgadener Land „Wei ois irgendwia zamhängt“. Alle Vorführungstermine und weitere Infos zum Film gibt es auf der Homepage unter http://www.weiloisirgendwiazamhaengd.de/index.htm

Wie hats Euch gefallen am Stammtisch? Habt Ihr Wünsche, Anregungen oder Themen, die wir für den nächsten Termin mit vorstellen könnten? Bitte gebt Euren Kommentar kurz dazu ab. Wir freuen uns auf Eure kurze Rückmeldung!

 

 

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