EM im Garten für Anfänger

EM-aktiv-einsetzen
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Sie kennen EM oder sind daran interessiert und wollen es nun endlich anpacken? Doch womit fängt man an und welches EM brauche ich?

Die Gartenarbeit praktiziert jeder auf seine eigene Weise. Ähnlich wie in der Haushaltsführung gibt es kein Arbeitsdogma. Freude soll sie machen, Entspannung und Glücksgefühle bringen. Deshalb gehts hier nicht um die perfekte Arbeitsweise sondern um EM-Basics für Anfänger. Hier fängt es nämlich schon an. Denn die Produktpalette für Effektive Mikroorganismen allein im Gartenbereich ist mittlerweile sehr umfangreich.

Die Basic-Produkte für den Boden:

Mit diesen drei Produkten kann ein EM-Anfänger im Garten beginnen. Mit ihren Einsatz wird die Fruchtbarkeit erhöht und die Bodenmikrobiologie gestärkt.

Das Düngen
Ein lebendiger und nährstoffreicher Boden ist die wichtigste Voraussetzung für ein gesundes und fruchtbares Pflanzenwachstum. Organischer Dünger z.B. Schwarzes Gold und EM-aktiv ergänzen sich wunderbar. Denn, was manchmal verwechselt wird: EM ist kein Dünger. Allerdings werden die Nährstoffe im Boden schneller und effektiver für die Pflanzen umgesetzt, wenn die Bodenmikrobiologie vielfältig und ausreichend vorhanden ist. Deshalb gehört das Gießen mit EM-aktiv (wöchentlich 50 ml in 10 L Wasser) zu den Grundarbeiten mit EM. Genügend Nährstoffe in Form von Dünger, Kompost oder Organik sind jedoch sehr wichtig.

Die Düngung kann auf zwei Arten erfolgen:

  •  Direktes Düngen mit organischem Dünger wie, Schwarzes Gold, (fermentierter Hühnermist mit Pflanzenkohle und EM) Hornmehl oder abgelagerten Mist. Auch das Ausbringen von Kompost zählt dazu. 100 – 200 g Schwarzes Gold werden auf 1 m² gestreut oder ungefähr eine viertel Gartenschaufel voll für einen Starkzehrer wie Brokkoli gerechnet. Ganz leicht lässt sich das Schwarze Gold in ein etwas tieferes Pflanzloch streuen,  anschließend mit Erde füllen und bepflanzen. Sind die Pflanzen schon gepflanzt wird das Schwarze Gold rund um die Pflanze leicht eingearbeitet.
SchwarzesGold_ausbringen
  • Die indirekte Düngung erfolgt über den Eintrag von Organik. Hier gibt es verschiedene Arten der Zuführung. Was jeder Gartenbesitzer mit Rasenflächen sofort umsetzen kann ist das Mulchen mit Rasenschnitt.
    Anstatt das Gras zum Wertstoffhof zu fahren wird es kurz angewelkt und dann zwischen den Gemüsereihen, unter Stauden und Sträuchern  zwei bis höchstens drei cm dick ausgestreut. Anschließend bitte mit EM-aktiv (50 ml/10L Wasser) gießen. Dieses Angießen verhindert, dass der Rasenschnitt oxidiert oder fault.  Diese Mulchschicht setzen die Regenwürmer innerhalb von 2-4 Wochen zu fruchtbarem Wurmhumus um. Außerdem verhindert sie das Austrocknen der oberen Erdschicht.
Beet-mit-Rasenschnitt-mulchen
  • Mineralisierung mit RoPro-Lit Gesteinsmehl:
    Dann sollte jährlich Gesteinsmehl (RoPro-Lit) zur Versorgung mit Mineralien ausgestreut werden. Es liefert Silikate (wichtig, dass sich Pilzbelastungen nicht etablieren), puffert den pH-Wert ab, fördert Umsetzungsprozesse im Boden und ist auch im Kompost ein wahrer Aktivator für den Rotteprozess.
Gesteinsmehl

Wie geht`s?
Am einfachsten ist, das Gesteinsmehl in einen Eimer zu füllen und mit einer Gartenschaufel schwungvoll über die Beete zu streuen. Ideal wäre es, das Gesteinsmehl vor einem Regen aus zu bringen, dann wird das gräuliche Mehl von den Blättern gespült. Man rechnet ca. 200 g / m².
Wenn seit Jahren kein Gesteinsmehl gestreut wurde brauchen Sie nicht zu geizen. Ansonsten reicht die jährliche Versorgung mit Mineralien.

Für den Kompost werden bis zu 20 kg auf einen m³ empfohlen. Weitere EM-Anwendungen für den Kompost können Sie hier lesen.

Gießen mit EM-aktiv
wie schon erwähnt wird das EM-aktiv wöchentlich (50 ml EM-aktiv auf eine 10L Gießkanne) gegossen. Der gesamte Garten kann damit gegossen werden. Am wichtigsten sind jedoch empfindliche Pflanzen wie Rosen, kranke oder anfällige Pflanzen und Gemüse.
Wer sich das Schleppen der 10kg schweren Gießkanne sparen will und einen Gartenschlauch besitzt, dem empfehle ich den Aquamix.
Dieses Hoppy-Dosiergerät ist wirklich sehr praktisch. Es wird an die Gardena-Schlauchkupplung angeschlossen. Das EM-aktiv wird unverdünnt in den Behälter geschüttet. Das Dosiersystem ermöglicht 4 verschiedene Einstellungen. Für das wöchentliche Gießen können Sie die 0,5% Einstellung wählen.

Gemüsepflanzen setzen
Vor dem Einpflanzen der Gemüsepflanzen hat sich ein Tauchbad mit EM-aktiv, RoPro 13/20 und Biplantol NT (Pflanzenhomöopathie) und Wasser als Starthilfe sehr bewährt. Die Pflanzen werden gestärkt und das ist die beste Voraussetzung für gesunde Pflanzen. Tauchen Sie den Wurzelballen so lange unter Wasser, bis keine Luftblasen mehr hoch steigen. Dann ist der Ballen gesättigt.
Rezeptur:
1 Teelöffel RoPro 13/20
5 ml EM-aktiv
2-5 ml Biplantol NT
1 L Wasser

EM-Tauchbad

Übrigens: dieses Tauchbad ist für alle Pflanzen, die Sie im Garten einpflanzen ein sehr gute Starthilfe (Balkonblumen, Rosen, Topfpflanzen, Kräuter…)

Pflegen – Pflanzenschutz mit EM

Vorbeugen ist leichter als Heilen. Das gilt auch beim Pflanzenschutz. Die Düngung und das Gießen sind sehr wichtige Voraussetzungen für gesunde Pflanzen.
Das Pflegen der Pflanzen mit Hilfe von EM-Spritzungen vervollständigen das Einmaleins des EM-Gärtnerns.

Es gibt ein paar EM-Produkte, die hier sehr hilfreich sind.


RoPro 13/20 gegen Pilzkrankheiten, vorbeugend und bei Befall
Scharfes Blond zur Schädlingsregulierung,
vorbeugend und bei Befall
Biplantol, zur Stärkung der Pflanzengesundheit,
vorbeugend und bei Befall
Diese drei Produkte können wirkungsvoll kombiniert werden.
Für weitere Informationen und Möglichkeiten lesen Sie hier.

In einen Liter Wasser verrühren Sie:
1 Teelöffel RoPro 13/20
5 ml Scharfes blond
2 ml Biplantol
Mit dieser Lösung können Sie alle Pflanzen vorbeugend einmal wöchentlich besprühen. Bemerken Sie einen Befall von Blattkrankheiten oder Schädlingen werden die Spritzungen am besten alle drei bis vier Tage wiederholt.

Bux_behandeln

Wer mit dieser Pflanzenpflege noch nicht so viel Erfahrung hat, der benötigt vielleicht noch ein paar Hinweise:

  • Sinnvoll sind die Anwendung früh morgens oder bei angehender Dämmerung.
  • Vermeiden Sie heiße Tage oder direkten Sonnenschein.
  • Die genannten Produkte sind allesamt ungiftig. Ernteprodukte könnten ohne weiteres sofort nach dem Spritzen auch verzehrt werden.
  • Die Pflege intensivste Zeit ist Mitte/Ende Mai bis Juni/Juli. Wenn es sehr warm, aber auch sehr feucht vom Regen ist, dann haben Pilzsporen für Blattkrankheiten ihre ideale Wirkzeit. Deshalb sollte dann vermehrt gespritzt werden (z.B. Rosen, Wein, Obstbäume, Erdbeeren…)
  • Die Spritzbrühe kann einen gräulichen Belag hinterlassen. Das wird durch das RoPro 13/20 verursacht. Wem es stört, der reduziert das Pulver. Es wäscht sich mit der Zeit von selber runter.
  • Läusebefall ist in der Regel mit drei bis vier Anwendungen schnell behoben. Achten Sie auch auf ausreichende Feuchtigkeit und lockern Sie evtl. die Erde bei den befallenen Pflanzen.
  • Mancher Schädlingsbefall, wie der Buchsbaumzünsler braucht einen intensiven Einsatz. Lesen Sie hier was zu tun ist.

Die Gartenpflege mit EM ist ein sehr umfangreiches Thema.  Es ist schwierig bei den EM-Anwendungen nicht zu weit auszuholen.
Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg beim EM-Garteln. Und vergessen Sie nicht, die Freude am tun ist wichtiger als ein perfektes Ergebnis.

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15 Gedanken zu „EM im Garten für Anfänger“

  1. Hallo Frau Fischer,

    vielleicht können Sie mir antworten, ich habe noch eine geschlossenen Flasche EM-aktiv, das Ablaufdatum ist Sept. 2017
    das EM richt aber noch gut. Macht es noch Sinn damit zu düngen?

    Danke im Voraus
    Mit freundlichen Güßen

    1. Hallo Frau Mangold,
      Sie können das EM-aktiv natürlich schon noch verwenden. Es ist sicherlich nicht mehr ganz so vital, aktiv und wirksam wie ein frisches EM-aktiv. Aber einen Schaden kann es in diesem Reifestadium (und auch lange danach) nicht anrichten. Eine Düngewirkung hat das EM-aktiv nur im übertragenen Sinn, da es Nährstoffe im Boden pflanzenverfügbar macht.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  2. Hallo in das Team der EM-Experten,

    Meine Frage: Ich habe Regenwassertonnen zum Garten gießen aufgestellt, welches EM Produkt kann ich der Tonne beigeben das den Pflanzen nützt? Das heißt ich gieße je nach Witterung und Bedarf und selten die komplette Tonne leer. Oder sollten die EM Produkte nicht im voraus „angesetzt werden“ und nur die benötigte Menge angereichert werden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Ingrid Hoffmann

    1. Hallo Frau Hoffmann,
      für die Regenwassertonne eignet sich als dauerhafte Optimierung die EM-Keramik. Ob Pipes (grau und oder rosa) oder ein EM-Kin Keramikstab. Die feinstoffliche Aufbereitung des Wassers hat einerseits einen positiven Einfluss auf Pflanzen und Boden und andererseits bleibt das Wasser im Behälter stabiler und Algen entwickeln sich nicht so schnell.
      Eine Untersuchung unserer EM-Keramik zeigt ganz deutlich wie sich Strukturen wie ein Eiskristall ausbilden. (Masaro Emoto hat ein Verfahren entwickelt Wassertropfen einzufrieren um den energetischen Zustand des Wassers bildlich darzustellen). Je feinstrukturierter das Wasser ist umso mehr Vitalkräfte kann es transportieren.
      Sie können dem Wasser zusätzlich Biplantol Vital NT oder Greengold beimischen. Das ist Pflanzenhömöopathie mit der auch das Wasser aufgewertet wird.
      Optimal wäre es, wenn Sie dem Wasser vor dem Gießen das EM-aktiv beimischen könnten und dann komplett vergießen würden. Problematisch kann es sein, wenn angesetztes EM-Wasser in der Regentonne verbleibt, denn manchmal kann es tatsächlich zum Kippen kommen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Annerose Fischer

  3. Hallo Frau Fischer,
    Ich bin Neuling bei der Verwendung von EM und habe gestern mit Bio Coctail gespritzt. Hab jetzt weiss-grauen Belag auf meinen Pflanzen, hab ich etwas falsch gemacht. Wie kann ich das verhindern. Die Pflanzen haben einige Läuse und minimal Sommerpilz. Lieben Dank für Ihre Hilfe.

    1. Hallo Frau Weinzierl,
      Sie haben nichts falsch gemacht. Dieser weißliche Belag kommt von RoPro-13/20 und von RoPro-Startfit. Das wäscht sich normal schnell wieder runter. Ist momentan auch ein Schutz für die Pflanzen, weil es ja zum teil Gesteinspulver sind. Da haben die Schadinsekten auch Schwierigkeiten sich durch zu beißen. Außerdem sind es wichtige Mineralstoffe, die über das Blatt aufgenommen werden. Und mit dem mineralische Belag können sich die mit ausgebrachten Mikroorganismen auch besser auf den Blättern halten. Gerade bei Pilzen ist das RoPro-13/20 sehr empfehlenswert. Wenn Ihnen der Belag zu grau ist, dann verwenden Sie bei der nächsten Anwendung jeweils etwas weniger von den beiden Pulvern.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  4. Hallo Frau Fischer,
    ich habe Tomaten, Gurken und Zucchini in Töpfe gepflanzt und dabei selbst gemachtes Küchenbokashi untergearbeitet und gieße ca. einmal pro Woche mit Zugabe der abgezapften Flüssigkeit aus meinem Bokashi-Eimer.
    Ich habe mir zugleich auch Schwarzes Gold zum nachdüngen besorgt. Wieviel muß ich davon in meine Töpfe geben, damit ich optimal dünge – und wie oft muß ich das machen. Oder soll ich es in Wasser auflösen?
    Kann ich das auch mit meinen Blumen, die ich auch in Töpfen habe, machen?
    Gruß Helga Gaßner

  5. Hallo Frau Fischer,
    ich hätte eine Weile vergessen Bokashisaft abzulassen, so war es dann ziemlich viel auf einmal. Wollte es nicht in einem Glas aufbewahren und habe es dann wie ich jetzt lese ziemlich überdosiert vergossen, ca. 150 – 180 ml auf 10 Liter Wasser. Was habe ich jetzt zu erwarten? Kann ich damit meine Pflanzen zerstört haben, es waren frisch gepflanzte Stäucher und Himbeeren dabei. Kann ich noch etwas zur Rettung tun oder einfach abwarten?
    Grüsse, M. Oberfrank

    1. Hallo Frau Oberfrank,
      ich denke, bei den Sträuchern und Himbeeren wird kein Schaden entstehen. Das sind von Haus aus robuste Pflanzen. vorsichtiger muss man bei frisch gepflanzten Gemüsepflänzchen oder Blumen sein. Aber auch da kann man nicht davon ausgehen, dass jeder Bokashi-Saft zu Verbrennungen führt. Weil es möglich ist, dass der Bokashi-Saft zu „scharf“ für manche Pflanzen ist, werden die Empfehlungen einfach zurückhaltend gegeben. Mit etwas Erfahrung im Umgang verschwinden die Unsicherheiten.
      Wenn Sie sich unsicher fühlen, dann gießen Sie einfach ihre überdosierten Pflanzen mit reichlich Wasser nach.
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  6. Was beinhaltet Bokashisaft im Vergleich zu verdünnten EM-Lösungen? Womöglich ist die zu hoch dosierte Flüssigkeit zu sauer Für die Pflanzen? Macht es Sinn mit Gesteinsmehl gegenzusteuern?

  7. Hallo,

    ich habe meinen „essbaren“ Garten (= Spalierobst in großen Trögen: Felsenbirne, Wein, kleine Kiwi & unten im Trog: Thymian, Erdbeeren/ Pflanzkübel: Blaubeeren, Physalis, …/ Hochbeet: Salat, Mangold, Buschbohnen, …/ Beete: Himbeeren, Apfel, essbare Blumen, …) im März/ April neu angelegt & alle Pflanzen möglichst nicht aus konvertionellen Anbau 🙂 gekauft. Nach wenigen Wochen hatten meine jungen Pflanzen Läuse in allen Farben (weiß, grün, schwarz); glücklicherweise gibt es in Wien die Bio-Helpline und ich habe mit biologischen Mittel alles in den Griff bekommenn inkl. ener Lösung für die Schnecken, wobei ich leider noch keine Variante gefunden habe, sie nicht zu töten 🙁 . Jetzt haben einige Pflanzen Mehltau 🙂 und in meinem Halbschatten-Garten mit lehmigen Boden will der Schattenrasen nicht so richtig anwachsen … soweit die Vorgeschichte … von zwei Freundinnen in Bayern habe ich dann die Empfehlug für EM erhalten und gleich beri Ihnen bestellt UND JETZT meine Fragen
    => in dem 80 qm Garten habe ich als erste Wässerung 0,1 bei dem Aquamix eingestellt und 1 L EM aktiv waren mit einer Wässerung (inkl. Rasenfläche) verbraucht = IST DAS OK?
    => 1 x wöchtenlich die ersten 2-3 Mal bei 0,1 wässern und dann wenn die Pflanzen eine Grundgesundheit entwickelt haben auf 0,5 einmal wöchentlich runter gehen – OK?
    => die Himbeeren, der Apfel und die Felsenbirne haben Mehltau => mit dem EM-Biococktail 2 x wöchentlich WIE LANGE? und dann vorsorglich alle Pflanzen im Garten monatlich?
    Ohhhh, als EM-Einsteigerin bin ich für Erklärungen dankbar
    Liebe Grüße aus Wien

    1. Hallo Frau Wilhelm,
      vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie scheinen ja gleich ganz groß in den Gartenbau einzusteigen…
      Das mit dem Aquamix erscheint mir auf die verhältnismäßig kleine Fläche ein sehr hoher Verbrauch zu sein, aber es ist möglich. Es kommt auch darauf an, wie lange Sie gegossen haben. Sie können so vorgehen, wie Sie beschrieben haben. 2-3 wöchentlich bei 0,1 dann auf 0,5 Wöchentlich reduzieren.
      Beobachten Sie bitte den weiteren Verbrauch. Stellen Sie bitte mal eine andere Einstellung ein, z.B. 2,0 ein und merken Sie sich wie lange es dauert bis der Behälter leer ist. Sie können auch einfach nur Wasser einfüllen. Ein anderes mal stellen Sie auf die kleinste Einstellung. Wenn es genau so lange dauert, hat der Aquamix einen Defekt.

      Auch die mit Mehltau befallenen Sträucher können Sie vorerst 2-3 mal wöchentlich mit dem EM-BioCocktail spritzen und später 1 mal in 2 Wochen und noch später 1 X monatlich. Was schon mal befallen ist kann schon mal längere Pflegezeit in Anspruch nehmen. Es wäre gut, wenn Sie auf die Ursache des Befalls kommen. Ist der Boden sehr verdichtet oder verschlämmt? Dann sollten Sie ihn etwas lockern. Sie können z.B. rund um die Pflanzen z.B. mit einer Grabgabel ca. 3-5 cm tiefe Löcher stechen oder mit einem Sauzahn oder mit einer Harcke den Boden lockern.
      Der Befall von Läusen kann auch mit Bodenverdichtung oder Wassermangel (zu irgendeinem Zeitpunkt) zusammenhängen. Manchmal ist es auch die Sortenauswahl. Oft aber hängt es mit der Bodenbeschaffenheit zusammen. Gießen Sie weiter mit EM-aktiv, lockern Sie den Boden auf und vielleicht können Sie mit den Rasenschnitt einfach mulchen. Gießen Sie die Mulchschicht bitte mit EM-aktiv-Lösung an (50-100 ml auf 10 L Wasser). Sie können auch noch mit Gesteinsmehl oder Zeolith den Boden remineralisieren. Das ist bei Pilzkrankheiten oftmals sehr hilfreich.
      Bei der Rasenfläche müssten wir jetzt noch abklären, was eigentlich los ist. Sie können hier im Blog noch ein paar Infos lesen. https://www.em-chiemgau.de/schoener-rasen-mit-em/
      Vielleicht finden Sie schon einen nützlichen Hinweis.
      Manches braucht seine Zeit. Geben Sie sie dem Garten und auch sich selber.

      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

  8. Hallo liebe Frau Fischer,

    ich habe vor ca. 3 Jahren meinen Innenhof-Garten komplett neu angelegt. Leider ist mein Boden sehr stark verdichtet, d.h. die Erde ist so dicht und hart, wie Lehm. Die Erde habe ich prüfen lassen und die ist soweit in Ordnung.
    Seit einem Jahr arbeite ich jetzt mit EM und Küchenbokashi und Mulche die Beete mit Rasen oder Heu.

    Meine
    erste Frage: Kann ich die Beete auch mit Heu mulchen, wenn ich nicht genügend Rasenschnitt habe?
    zweite Frage: Wenn ich mit Bokashi-Saft dünge ist es notwendig jetzt noch einmal mit Schwarzes Gold nachzudüngen?
    dritte Frage: Es wurde mir auch empfohlen, das Mulchmaterial unterzuheben und jetzt hatte ich die Idee, wenn ich das Mulchmaterial sowie den Küchenbokashi im Herbst aufbringe und dann die Beete mit guter Erde abdecke, dann müsste ich nicht untergraben, (ich dachte, der Boden soll nicht aufgehackt weden aber jetzt lese ich gerade oben, dass es doch gut wäre, wenn der Boden zu dicht ist)
    was denken Sie, wäre das gut für meinen Boden?

    Vielen lieben Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

    Lieben Gruß
    Sonja

    1. Liebe Sonja,
      Heu eignet sich sehr gut zum Mulchen. Manche Kulturen reagieren sogar mit weniger Schädlingsdruck, wie der Kartoffelkäfer bei Kartoffeln. Wird mit Heu gemulcht hat es auch den Vorteil, dass es dicker aufgetragen werden kann, weil es luftdurchlässiger ist und der Boden weiter atmen kann. Wenn man die gleiche Mulchdicke mit Rasenschnitt verwenden würde, gäbe es schnell eine feste Masse, die evtl den Gasaustausch des Bodens verhindern würde.
      Die Frage des Düngens hängt ganz stark mit den einzelnen Bedürfnissen der Pflanzen ab. Der Bokashisaft ist in etwas mit einem Flüssigdünger gleichzusetzen. Wobei der Nährstoffgehalt immer abhängig vom Bokashi-Inhalt ist. Meistens stellt sich die Frage anders rum. Die Pflanzen werden beim Topfen oder beim Beet vorbereiten mit Schwarzem Gold (oder anderem Dünger) gedüngt. Und nach einigen Wochen beginnt man nach zudüngen. Ob der Bokashi-Saft dann ausreicht hängt davon ab, ob es Starkzehrer oder Schwachzehrer sind. Meistens brauchen die Pflanzen nach einigen Wochen eine Nachdüngung. Sie sehen das einfach am Aussehen der Pflanze. Blüht sie üppig, wächst sie gut? Sind die Blätter gut ausgewachsen oder nicht?
      Wenn Sie nur mit Bokashi-Saft gedüngt haben brauchen die Pflanzen wahrscheinlich schon noch eine Nachdüngung.

      Das Mulchmaterial muss nicht untergehoben zu werden. Die Würmer ziehen sich das von selber in die Erde. Nur Küchenbokashi muss immer bedeckt werden. Allerdings ist Ihre Idee, das Küchenbokashi im Herbst zu mulchen und mit guter Erde abzudecken schon sehr gut. Das Mulchmaterial das Sie noch über haben würde ich aber trotzdem oben aufliegen lassen. Es ist ja auch Sinn des Mulchens, dass die Erde vor Austrocknung und Erosion geschützt wird.
      Den Boden zu hacken ist was anderes als ihn umzugraben. Ist die Oberfläche sehr verschlämmt und verdichtet tut dem Boden das Hacken gut, da er belüftet wird und aufbricht. Beim Umgraben werden verschiedene Schichten und deren Mikrobiologie durcheinander gebracht. Dieses gewachsene Gefüge muss sich dann erst wieder ordnen.
      Ich empfehlen Ihnen, dass Sie den Boden hacken oder mit dem Sauzahn lockern und anschließend mulchen (und dann mit EM-aktiv-Lösung kräftig gießen).
      Herzliche Grüße
      Annerose Fischer

      1. Liebe Frau Fischer,
        vielen lieben Dank für Ihre ausführliche Info.

        Es macht soviel Spass mit Ihnen und Ihrer Firma zu arbeiten.

        Wünsche einen wunderschönen sonnigen Tag.

        Lieben Gruß
        Sonja Kerl

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