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Klärschlammreduktion mit EM

Bachelorarbeit von Ingeborg Henrich, B. eng.
„Einsatz von Zusatzstoffen auf der Kläranlage Petershausen mit dem Ziel der Reduktion des Überschussschlammes, Darstellung und Vergleiche, von Auswirkungen und Einsparpotentialen, der Anwendungsbereiche, sowie deren Auswirkungen auf den Kläranlagenbetrieb.“

Abbildung 23: Trübwasser: links ohne EM und rechts mit EM
Abbildung 23: Trübwasser: links ohne EM und rechts mit EM

Zusammenfassung:

Der Einsatz der Effektiven Mikroorganismen im Schlammspeicher hat auf der Kläranlage in Petershausen seit 2006 zu einer durchschnittlichen Reduktion des Überschussschlammes von 70 %, bezogen auf 100 % TS-Gehalt, geführt. Dadurch kam es zu Einsparungen bei der Entwässerung und der anschließenden Entsorgung in Höhe von ca. 25.000 €. Zieht man davon noch die verhältnismäßig geringen Kosten für den EM-Einsatz in Höhe von maximal 1.500 € ab, werden pro Jahr ca. 23.000 € eingespart. Durch die Anwendung konnten keine negativen Auswirkungen bei den jährlichen Klärschlammuntersuchungen festgestellt werden. Die Untersuchungen am EM-Trübwasser zeigten keine negativen Auswirkungen, im Gegenteil, der CSB hatte sich fast halbiert, bei einer Vergleichsmessung mit dem zweiten Schlammspeicher, in dem kein EM war.

Auf den beiden Vergleichskläranlagen mit EM im Schlammspeicher zeigte die Anwendung auf einer Anlage keinen Erfolg. Bei der anderen hingegen kam es bereits nach einer Anwendung von 7 Monaten zu einer Schlammreduktion von ca. 33 % der jährlichen Schlammmenge bezogen auf 100 % TS-Gehalt. Da die Schlammreduktion biologisch erfolgt, kann es passieren, dass sich der Überschussschlamm nicht abbaut. Mögliche Gründe dafür könnten sein, dass die verwendeten Mikroorganismen nicht gleichmäßig im Schlammspeicher verteilt wurden oder die Umgebungstemperatur beim Einsatz schon zu gering und die Mikroorganismen bereits zu inaktiv waren.

Im Vergleich mit anderen Methoden zur Klärschlammreduktion ist bei keiner eine so hoheReduktion der Schlammmenge aufgetreten. Der Vorteil von EM, im Vergleich mit den anderen Reduktionsmöglichkeiten war, dass keine baulichen Veränderungen und keine Investitionen für neue Apparaturen, sowie nur geringe Kosten für den Zusatzstoff notwendig waren.

Die Gesamte Bachelorarbeit zur Reduktion des Überschussschlammes können Sie hier lesen